Verhältnisse - Detail

Gipfel: Piz Tasna, Piz Chöglias und Muttler(-vorgipfel)

Route:

Christoph

Verhältnisse

26.02.2005
Samstag 26. Februar: Mit Bahnen und Liften von Scuol bis rauf nach Champatsch. Nach N abgefahren und weit nach N ausholend,dann südlich via Vad. da Tasna auf den Gipfel (die meisten Leute machten auf 3060 oder 3100 Skidepot und verwendeten Steigeisen, diese sind aber nicht zwingend erforderlich, guter Trittschnee). Abfahrt direkt vom Gipfel, steil nach S und zurück zum Grat und dort etwas unterhalb von 3100 nach N. Schnee war etwas windgepresst, doch sehr homogen, leicht und gut zu fahren. Dann durchs Val Davo Lais und dem Bachbett folgend (gute Spur und leicht zu finden) zum Hof Zuort (super empfehlenswerte Unterkunft, feines Essen, liebes Wirtepaar).

Sonntag 27. Februar: Bei anfänglich schönem Wetter durch das langgezogene Val Chöglias, dann nach W schwenkend und südwestlich steil aufsteigend zum Piz Chöglias. Abfahrt 50 Höhenmeter unter dem Gipfel begonnen, direkt nach N. Man muss es sich etwas aussuchen, aber dann findet man lange Rinnen wo genügend Schnee liegt. Auch die Fahrt durch das Tal zürück zum Hof Zourt ist durch das Bachbett mit genügend Schnee einfach, ohne Kratzer zu bewältigen.

Montag 28. Februar: Bei minus 20 Grad gestartet vom Hof Zuort nach Osten (orographisch links oberhalb des Val Tiatscha) und den Grat zum Muttler auf etwa 3050m.ü.M. erklommen. In leicher Kraxelei bis zum Punkt 3145. Die Verhältnisse am Grat bis zum Gipfel stuften wir als nicht ganz unheikel und zeitraubend ein und verzichteten auf den Gipfel sowie die N-Abfahrt (vermutlich stark windgepresster Harstschnee) nach Samnaun. So fuhren wir 2200 Höhenmeter nach S ab. Die ersten 300 Höhenmeter waren nur mässig lässig, doch der Rest hat uns sehr überrascht. Insbesonder die W-Hänge waren sehr gut zu fahren und boten noch leichten Powder. In Tschlin war dann noch nicht fertig, wir setzten die Abfahrt fort über die lässig gestuften Terrassen und ein "Schlittelweglein" bis runter nach Strada wo wir nur noch 20 Meter zur Postautohaltestelle gehen mussten - also genug Schnee, ohne Kratzer bis ganz ins Tal (auch wenn man das in Scuol mit Blick an die braunen Hänge nicht glauben würde ;-)
Bleibt so wie es war bei dieser Saukälte ... sicher nicht das Gebiet mit am meisten Schnee, aber doch ohne grossen Einschränkungen mit geschickter Abfahrtstaktik zu geniessen. Piz Tasna hat Leute von der Heidelberger Hütte, auf den anderen beiden Touren waren wir alleine unterwegs. Steinböcke und Bartgeier beobachtet.
LAWINEN-PROGNOSE
SLF Lawinenkarte (Quelle: slf.ch)
 
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01.03.2005 um 14:56
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