Verhältnisse - Detail

Gipfel: Skiroute Hochtirol

Route:

Frank Müller

Verhältnisse

04.04.2005
Zweiter Teil der Skiroute Hochtirol ab Matreier Tauernhaus bis Grossglockner.
Start beim Südportal des Felbertauerntunnels. Skis getragen bis ca. 1800 Meter, dann gute Verhältnisse. Besteigung von Amertaler Höhe, Silling Kopf und Sonnblick quasi als Zückerchen. Übernachtung im ehemaligen OeAV Ausbildungszentrum Rudolfshütte, das nun privat verkauft wurde und von einem Hotelier betrieben wird. Sehr gute Infrastruktur, nur das Thermos-Frühstück vor 7 Uhr liess zu wünschen übrig. Am zweiten Tag Granatspitze und dann Abfahrt durchs Dorfertal nach Spottling Taurer. Abfahrt erstaunlicherweise fast bis ganz unten möglich. Früh starten! Auf Nassschneerutsche im Dorfertal achten. Die Schneelage ist generell im Osttirol nicht so gut, wie sie bei uns in der Schweiz ist/war. Viel weniger Schnee erhalten.
Dann Aufstieg ab Lucknerhaus zur Stüdlhütte. Transport des Gepäcks ab Lucknerhütte durch den Hüttenwart gegen bescheidenes Entgelt. In der Stüdlhütte bestens untergebracht und bewirtet. Besten Dank an Elli und Georg Oberlohr! Sie haben sich einige Sterne verdient..
Am 3. Tag Besteigung des Grossglockners, 3798m, dem höchsten Österreicher. Route über den gesicherten Steig Adlersruh (Erzherzog-Johann-Hütte) gewählt und die Skis gleich noch bis zum Skidepot auf 3600 m getragen. Ab dort bei guten Verhältnissen mit Steigeisen auf den Gipfel und zurück. Abfahrt dann über die Südflanke zur Stüdlhütte. Die ersten 40 Meter der Südflanke an einem angebrachten Seil, da sehr steil und teilweise eisig. In der Hütte wiederum bestens verpflegtund bekocht (Lachsvorspeise mit Meerrettichschaum!)
Am Donnerstag als "Zugabe" Teufelskamp und Romariswandkopf mit Abfahrt zur Stüdlhütte und dann zum Lucknerhaus.
Da wir vor zwei Jahren (damals Anreise mit öV) die Hochtiroler Haute Route im Matreier Tauernhaus abbrechen mussten, wollten wir sie nun noch beenden, was mit der Besteigung des Grossglockners auch geglückt ist.
Die Anreise mit Kleinbus und Anhänger ist zu empfehlen. Der Bus wurde am Vorabend des Starts in Kals (Spottling Taurer) abgestellt (Rücktransfer mit Taxi aus Matrei) und stand dann für den nächsten Transfer zur Verfügung.
Die Schneeverhältnisse werden langsam prekär und die Tragstrecken nehmen (bei warmem Wetter) wohl täglich zu. Allzu lange dürfte die Durchquerung nicht mehr zu machen sein.
Ein besonderes Lob verdienen die Hüttenwarte der Stüdlhütte, Elli und Georg Oberlohr! Bravo!!
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15.04.2005 um 17:35
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