Verhältnisse - Detail

Gipfel: Rofelewand

Route:

Thomas Berchtold

Verhältnisse

22.05.2005
Der Aufstieg zu Fuß begann um 3:15 Uhr bei klarer Nacht von Piosmes (1.372 m) aus. Über einen Steig, die Kehren des Weges abschneidend zur Arzler Alm (1.875 m). Nach einer Stunde war es dann möglich anzufellen (ca. 2.000 m).

Aufstieg über sehr gutes Skigelände einen Steilhang überwindend zum Totenferner. Diesen zunehmend steiler empor.

Wir haben dann auf einer Höhe von ca. 2.800 m ein von rechts nach links ziehendes Schneeband genommen, um auf das Joch zwischen Totenkarköpfel und Rofelewand zu kommen. Sehr steil und über unangenehmen Felsabbrüchen. Besser ist es den Ferner ganz nach hinten zu verfolgen und eine kleine Schleife zu ziehen. Dieser Weg ist auch für die Abfahrt wesentlich vorteilhafter.

Zunächst war es geplant, den Gipfel über die Südschulter zu erreichen. Hierzu das Firnfeld von der Südschulter bis an die höchste Stelle. Unangenehmer, vereister Fels in brüchigem Gelände, ließ uns dann jedoch von diesem Vorhaben zurückschrecken.

Wir sind dann das Firnfeld nach rechts gequert (orographisch) und haben einen Durchschlupf zur Eisrinne genommen (ca. 3.050 m). Über eine unschwierige Querung in die Eisrinne und in gutem Trittschnee nach oben. Anschließend noch einen Firnhang querend zum kleinen ausgesetzten Gipfel.

Im oberen Teil der Abfahrt hatten wir perfekten Firn, der zunehmend weicher wurde, sich aber für diese Jahreszeit erstaunlich gut hielt. Die Eisrinne wäre auch fahrbar gewesen.

Eine großartige Skitour in wildem Ambiente.

Bilder unter www.thomasberchtold.de
Vielleicht noch nächstes Wochenende. Ansonsten werden die Tragestrecken wirklich unangenehm.
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22.05.2005 um 14:38
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