Verhältnisse - Detail

Gipfel: Eiger Nordwand "Heckmair Route"

Route:

Simon S. Stefan B.

Verhältnisse

02.09.2005
Sind am Freitag bei bestem Wetter und sicherer Wettervorhersage in die klassische Eiger Nordwandführe eingestiegen.

Die Verhältnisse waren Augenscheinlich ganz gut, aber der haltlose Schnee auf den Felsen war sehr heikel.

Wir stiegen am ersten Tag bis eine Seillänge unter das Todesbiwak, wo wir an der Randkluft biwakierten. Die Eisfelder sind stark ausgeapert und auch der Schnee kann nicht über das fehlende Eis hinwegtäuschen. Die Verbindung zw. 1. und 2. Eisfeld hat uns sehr viel Zeit gekostet, sehr heikle und extrem nasse Plattenkletterei.
Am zweiten Tag stiegen wir bis in die Ausstiegsrisse, wobei die Rampe sehr schwere mixed Arbeit war, schlecht gesichert und meist Naß mit geringer Eisauflage. Das zweite Biwak bezogen wir in einer Schneerampe in den Ausstiegsrissen. Der dritte Tag verhalf uns dann zum Gipfel. Die Ausstiegsrisse sind dann nochmal Genußkletterei. Das Gipfeleisfeld hatte guten Trittfirn und der Grat brachte uns dann schnell bis 13Uhr zum Gipfel.
Beim Abstieg war Anfangs viel Schnee in der Westflanke, was sich ein wenig anstrengend darstellte. Aber bald befindet man sich auf markiertem Weg und lässt sich durch Steinmännchen den Weg nach unten zeigen. In 3,5h abgestiegen.
Die Verhältnisse waren nicht optimal, aber der Steinschlag hielt sich stark in Grenzen. Die Fixseile sind mittlerweile in einem sehr schlechten Zustand. Sowohl am Hinterstoiser, als auch am Anfang des Eisschlauches bestehen die Seile Teilweise nur noch aus einer Mittenlitze.
LAWINEN-PROGNOSE
SLF Lawinenkarte (Quelle: slf.ch)
 
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05.09.2005 um 18:43
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