Verhältnisse - Detail

Gipfel: Hintergrat, Ortler

Route:

Dani und Ruth

Verhältnisse

23.09.2005
Wir sind am 23.09. auf die Hintergrathütte bei feinstem Wetter aufgestiegen. Eins vorweg, entgegen anderen Internetberichten zur Hintergrathütte, fanden wir sie wirklich gut. Sowohl von außen als auch von innen ist sie schön. Die Zimmer sogar sehr schön. Auch ein Liter Teewasser kostet NICHT 3 Euro, sondern 1,50. Und die Hüttenwirtin war auch sehr freundlich. Die Form von Rufschädigung die hier begangen wird, finde ich extrem daneben!
OK, zurück zur Tour. Wir sind am 24.09. um 4.15h aufgestanden und bei sternenklarem Himmel mit drei weiteren Seilschaften gegen 5.15h los gegangen. Der Weg ist unschwierig zu finden, auch bei Dunkelheit. Einzig am Ende der nördlichen Moräne nicht gleich das dünne Schuttfeld hochlaufen, sondern das nur wenige Meter weiter liegende breitere Schuttfeld. Der Aufstieg ging recht zügig. Der Schutt ist fest und gut begehbar. Auch die ersten Klettereinlagen zum Oberen Knott sind schnell bewältigt. Langsam ging die Sonne auf, der Fels leuchtete wunderbar. Steigeisen brauchten wir keine. Die drei Schneefelder sind gespurt und haben guten Trittfirn. In den Kletterpassagen ist kaum Schnee und Eis, so dass man hier prima auch die schwierigeren Stellen klettern konnte. Wir haben für die drei schwierigeren Stellen das Seil kurz ausgepackt, sonst haben wir es nicht gebraucht. Auch haben wir unsere Keile, etc. nicht eingesetzt. Die Kameradschaft auf der Tour war sehr gut. Dank auch an die anderen Seilschaften für die gute Stimmung! :-) Nach ca. 5.15h sind wir am etwas überfüllten Gipfel angekommen. Gegen 12h machten wir uns, nach einer wunderbaren Pause mit Weitblicken in alle Richtungen und vielen neuen Ideen welche Berge und Routen wir noch besteigen und meistern möchten, auf den Rückweg über den Normalweg. Wer glaubte, dass der größte Teil der Arbeit bereits getan sei, hätte sich gewundert. Während der Abstieg über den Gletscher mit den Tiefblicken in den Gletscherbruch wirklich phänomenal war, auch eine 3er-Seilschaft in der Norwand haben wir gesehen (habe zwei Bilder gemacht, falls ihr sie haben wollt, mailt mir!:-) ), ist der Abstieg über den Felsgrat nur bedingt Spass. Viel los und der Fels ist ziemlich abgespeckt. Sollte jemand auf die Idee kommen, nicht über die Payerhütte und den Wanderweg abzusteigen, sondern vor der Payerhütte den Klettersteig zu nehmen: BLOSS NICHT!!! Das ist ein Hardcore Klettersteig Grad E. Wir dachten, ah fein, eine Abkürzung. Nachdem wir schon mitten drin waren und schon einiges ziemlich senkrechtes abgeklettert waren, entschieden wir uns unser 60m Meter Halbsseil einem guten Nutzen zukommen zu lassen und sind sehr lange sehr fleissig abgeseilt. Damit wurde der Abstieg um einiges anstrengender als der Aufstieg über den Hintergrat. Es ist absolut NICHT empfehlenswert diese Ferrata zu nehmen.
Insgesamt waren wir 13h unterwegs.
Fazit: Die Bedingungen waren super, das Wetter ein Traum und nette Bergkameraden hatten wir auch, was will man mehr!
Derzeit optimale Verhältnisse
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25.09.2005 um 14:05
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By|Sn|Vy