Verhältnisse - Detail

Gipfel: Kanisfluh Nordwand, (Holenke, Hauptgipfel)

Route:

Alban Glaser

Verhältnisse

06.10.2005
Interessante Tour auf den Hauptgipfel der Kanisfluh (Holenke, 2044m). Man steigt direkt an der berüchtigten Wirmasul (100m hohe Felssäule)vorbei. überwiegend leichte bis mittlere Graskletterei über Bänder und Grasrinnen. An wenigen Stellen jedoch anspruchsvolle Graspassagen mit teilweise felsigen kletterstellen. Ein kleiner Pickel/Zusatzgerät leistet gute Dienste. Hauptschwierigkeiten liegen in der Durchquerung des Felsgürtels. 4,5h ab Parkplatz bis Gipfel, 1,5h für den Abstieg zurück zum Auto.
1300Hm, abzüglich 300HmZustieg 1000Hm "Wandhöhe", Fels bis 3- (wenige Einzelstellen) Graspassagen (je nach Route) bis 60 Grad (oft deutlich leichter). Danke dem Rocksportsteam (www. rocksports.de) für die Infos über diese Route.

Tourenbeschreibung:
Zustieg ab Parkplatz Bergbahn Mellau (740m). Von hier zunächst auf Teerstrasse unter die Nordwand. Weiter über einen Kiesweg Richtung Wirmboden. Vorbei noch an einer kleinen Häusergruppe mit Kapelle und kurz darauf nach rechts, auf ansteigendem Forstweg, in den Wald hinein. Immer weiter diesen Weg verfolgen bis man auf einer kleinen Anhöhe wieder freie Sicht auf die Wand hat. Bei einer weiteren Häusersiedlung mit Kapelle nun weglos weiter Richtung der Wirmasul (= markante freistehende Säule unterhalb des Felsriegels. Hier gibt es mehrere denkbare Möglichkeiten des Zustieges. Sind zunächst durch ein kleines Wäldchen an einen steilen Aufschwung hochgestiegen. Diesen etwas rechts nach links aufwärts ersteigen. Hier stellenweise Gras bis 50 Grad. Wieder in einem Wäldchen leicht rechts aufwärts bis man die Wirmasul sieht. Unterhalb der Wirmasul ist noch ein kleiner, etwa 20m hoher, felsdurchsetzter Steilgrasgürtel zu überklettern, bis man wieder in einfachem Gelände steht. Haben in einer Rinne duch diesen Gürtel an einer Stelle eine 5mm "Fixreepschnur" gefunden. Oberhalb in leichtem Gelände an den talseitigen Fuss der Wirmasul. Auf dem breiten Grasband nach rechts queren (ca. 300m)zu einer markanten Grasrinne auf der anderen Seite. Diese hinauf (35-40 Grad)und an deren Ende (kleine Kanzel) auf Band etwas absteigen und einfach gegen einen Rücken/Kante queren (40m ab Kanzel). Hinter dieser sieht man nun noch weiter rechts einen markanten, breiten Rinnen-Kamin. Dieser zieht von links nach rechts autfwärts. Um diesen zu erreichen etwas im Fels (oder im Gras links umgehen)aufsteigen zu selbigem. Den Kamin (30m, Fels 1-2, eine Stelle 3-)sehr gutmütig (flach, breit, einfach)hinauf und oben etwas rechts heraus auf breiten Grasabsatz. (Hier könnte einfach nach rechts auf Grasband gegen eine Kante gequert werden und hinter dieser im felsdurchsetzten Gras weitergestiegen werden)Unsere Wahl war gerade hoch in Richtung eines kleinen Felstrichters. Dafür zunächst im grasdurchsetzten Steilgras einen kleinen Rücken (25m) hoch (Fels bis 3-, Gras bis 70 Grad)Schliesslich von links nach rechts (etwa 7m) etwas anspruchsvoller in die Rinne des Trichters. In diesem wieder einfacher empor(Felsstellen 1-2) bis zu einer Felsstufe mit markantem überhängenden Riss. Auf Grasband unter diesem nach links bis eine Lücke im Felsgürtel den Ausstieg nach rechts ermöglicht. Nun befindet man sich im einfacheren oberen Wandviertel, Ende der Schwierigkeiten. Im Gras recht einfach weiter empor und nach links gegen den Gipfel (oder weniger mühsam gerade empor zu Wanderweg am Grat). Kurz vor dem Gipfel nach rechts auf Wanderweg und in 100m zum Gipfelkreuz.
Abstieg nach Mellau über guten, aber steilen Wanderweg in etwa 1,5-2h.
Im Sommer überwiegend Graskletterei. Eher was für Liebhaber solcher Anstiege.

Im zentralen Wandteil schaut ein direkter Durchstieg möglich aus. Hierfür müssten 2 Kamine erklettert werden, die aber deutlich anspruchsvoller aussehen. Fels sicherlich schwerer als IV. 2mal 1 Seillänge. Zudem muss erst die Basis des kamins erreicht werden. dafür muss nochmal eine Platte gequert werden um ein Grasband zu erreichen, welches von links nach rechts verlaufend den kamin erreicht. Sicherlich interessant (lohnend?).
Route wie oben beschrieben sicherlich auch im Winter machbar.

Die Wirmasul ist bergseitig etwa 60-70m hoch und talseitig etwa 100-120m. Der Fels sieht sehr brüchig aus und ist geschichtet (waagrecht). Schaut recht abschreckend aus und unlohnend zum Klettern. Säule wurde aber schon erklettert, von einer Wiederholung wird jedoch aus gutem Grunde abgeraten.

Für diese Tour sind Teleskopstecken wegen den vielen leichten Passagen, sowie dem Abstieg empfehlenswert.
Bilder mit Routenübersicht folgen.
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06.10.2005 um 19:53
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By|Sn|Vy