Verhältnisse - Detail

Gipfel: Traverse Gsür-Albristhorn

Route:

K.-D. Lange

Verhältnisse

26.10.2005
Von Adelboden über Stigelschwand nach NO über steile Wiesen zur unteren Hälfte des Gsür-SO-Grates. Oberhalb der Tschentschenalp zeigt er sich vollständig. Gut eingespurt bis in die Felszone, dort auch problemlos zu gehen. Felsen sind deutlich angenehmer, als sie aussehen (L). Vom Ende des Grates (Bild 1) noch wenige Höhenmeter zum Gipfel. Schnee kein Problem.
Abstieg über den SW-Grat. Schöne Achterbahn, viel auf und ab. Die erste Steilstufe fordert mit einem Abseilhaken, an dem man ein Schiff vertäuen kann, so nachdrücklich zum Abseilen auf, daß ich - ohne Seil unterwegs - wieder aufgestiegen bin und die Passage weiträumig in der Westflanke umgangen habe (kein reines Vergnügen). Von da an aber wieder schön und übersichtlich.
Aufstieg zum Albristhorn über den W-Grat leicht; Schnee stört nicht (hilft aber auch nicht bei evtl. Abstieg). Vom Gipfel über den fast 4 km langen S- (Lavey)-Grat bis Hahnenmoos und von dort über die für's Skifahrn begradigte Landschaft nach Adelboden.
Die Tour scheint - nach Gipfelbuch Albristhorn - ein Insider-Tip der Adelbodener zu sein. Ein alpiner Traum - und bei solchem Wetter sowieso. Blick über das Oberland, Wallis mit Fletschorn bis Gd.Combin, dazwischen ein umwerfendes Bietschorn, und Jorasses und Mt.Blanc natürlich - viele Berge für so wenig Höhe.
Bißchen Blick für's Gelände, trockene Verhältnisse und Schwindelfreiheit soll schon sein.
Von Adelboden ab kein Wasser - alle Hütten und Almen sind "vertrocknet".
Wermutstropfen: Höllischer Fluglärm am Vormittag - aber das braucht der Schweizer bei so vielen Feinden wohl.
LAWINEN-PROGNOSE
SLF Lawinenkarte (Quelle: slf.ch)
 
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26.10.2005 um 22:01
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