Verhältnisse - Detail

Gipfel: Linthal-Kistenpasshütte, 2729,5m-Kistenpass-Breil-Tavanasa, GR

Route:

David Huber

Verhältnisse

31.10.2005
Linthal ab 08:45 (Sommerzeit), in Tierfed Strasse Richtung Tödi/Sand nehmend, Abzweigung nach der Pantenbrugg, bei Pkt. 1001m. Lange Tragstrecke bis zur Bergstation des leider nur bis Mitte Oktober in Betrieb stehenden Seilbähnchens. Dann tolle Querfahrt durch den gut beleuchteten, aber nassen Grubenstollen des Limmernsees. Um 11:15 bei schönstem&erstem Sonnenschein Aufstieg Richtung Mutseehütte, 2501m, von wo aus in einer mondähnlichen Gebirgslandschaft eine kurze dankbare Abfahrt und Ebenen-Querung nach Latten folgt. Dort mühseliger und im Firnfeld mit dem Bike auf den Schultern gefahrvoller Aufstieg zur 2730m hoch gelegenen Kistenpasshütte, bzw. dem Wegweiser oberhalb. Hat man diese 1700 getragenen und nur 400 gefahrenen Höhenmeter einmal hinter sich, wähnt man sich in einer anderen Welt. Man hat technisch nur mässig fordernede Singletrails zu bewältigen, auf denen in der Nähe des eingezeichneten Pkts. 2415 und schliesslich nochmals vor Rubi Sura, 2172m vermehrt ein Absteigen erforderlich ist. Ausgetretene, aber recht gut befahrbare Wanderwege queren nach Quader, 1906m. Dann folgen asphaltierte Strassen, ab Breil/Brigels schliesslich sogar eine 2.Klassstrasse nach Tavanasa, 788m wo wir gegen 17:00 ankamen. 8h, 2100 Höhenmeter, Tragzeit: 4 1/2-5h
Den Seilbahnwart muss man in der Saison erst noch vom Biketransport überzeugen, wie Stefan zu berichten wusste. Dann ist diese Tour um einiges weniger beschwerlich.
Landschaftlich ist sie aber unvergleichlich, auch macht der Limmernsee einen für einen Stausee erstaunlich natürlichen Eindruck.
Die heiklen Stellen befinden sich meiner Meinung nach einerseits: Kurz vor der Bergstation der Seilbahn bei Ober Baumgarten, 1860m, wo ein Abrutschen auf dem kiesigen Weg schlimme Folgen hätte. Die im Bericht erwähnte, um diese Jahreszeit nur mit gutem Schuhwerk passierbare Firnstelle befindet sich an den Muttenbergen, oberhalb des eingezeichneten Pkts. 2514. Die Bergwegmarkierung ist mangelhaft.
Der Bündnerische Süden ist wirklich erstaunlich, allerdings empfiehlt sich eine längere Pause, damit man in den stark ausgetretenen, sturzgefährlichen Singletrails ob Brigels nicht zu müde ist. Lohnend ist die Tour sicherlich auch für Wanderer, allerdings ist sie im späteren Herbst sicherlich nicht mehr als Tagestour zu empfehlen.
Beurteilung: Sehr schwere Biketour mit langen Tragpassagen in hochalpiner, landschaftlich unvergleichlicher Umgebung.
Voraussetzungen: Gute Kondition und unbedingt gutes Wetter.
LAWINEN-PROGNOSE
SLF Lawinenkarte (Quelle: slf.ch)
 
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31.10.2005 um 19:03
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By|Sn|Vy