Verhältnisse - Detail

Gipfel: Clariden Nordwand "ein Mittsommernachtstraum"

Route:

Stefan B. Simon S.

Verhältnisse

14.11.2005
Der Wandzustieg ist recht einfach, da der Wind den Schnee auf dem unteren Gletscher sehr stark weggeblasen hat. Ab dem ersten Aufschwung viel Blankeis. Der Zugang zu der breiten Rinne ist durch einen großen Serac unterbrochen, dieser muß zwingend per Eiskletterei bis 90° überwunden werden (ca. 30m in 2 Stufen)). Nun in düsterer Atmosphäre die Rinne durch und queren bis nach dem auffallenden Turm. Über anstrengende Pulverschneerinnen hoch zum Ausstiegscouloir das sehr logisch weiterführt. Das Couloir ist ca. 100m lang und bietet momentan auf der 1. SL anregende Mixedkletterei an dünnem Eis und brüchigem Fels (ein paar Friends mittlerer Größe sind ganz angenehm). Stand am besten im Eis nach dem 1. Schneefeld (quasi nach dem kurzen 2. Aufschwung). Danach eine SL (einfach) auf den Gletscher unter dem Clariden Vorgipfel hoch.
Sehr schöne Tour die nicht nur in der Sommernacht sondern auch an Wintervormittagen ein Traum ist ;).
In dem gesamten Gebiet herrscht Wassermangel, kalt genug wärs.
Wir sind schon nach Brunni hochgefahren und wollten nach dem "dunklen Turm" sehen, aber selbst mit dem Feldstecher konnten wir kein Eis in der Tour ausmachen, sind deshalb leider erst gar nicht eingestiegen und gleich an Klausenpass hochgefahren. Auch die Ruchen Nordwand hatte es kein Eis.

Nachtrag: Wie man sieht, irrten wir --> siehe Eintrag Alex Pautsch.


Der schöne Engel welcher den direkteinstieg zur Clariden Nordwand bildet, hat auch keine durchgehende Eisspur mehr (wie ja noch vor 2 Wochen).

Informationen zu den benannten Routen unter der Homepage von Urs Odermatt.

Mehr Bilder unter dem Rocksports link!
LAWINEN-PROGNOSE
SLF Lawinenkarte (Quelle: slf.ch)
 
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14.11.2005 um 10:07
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