Verhältnisse - Detail

Gipfel: Diverse

Route:

Thomas Geisler

Verhältnisse

03.08.2002
4.8. starker Schneefall

Tour Ronde - Nordwand: anstrengendes Spuren bis zum Bergschrund, Überwindung ziemlich links (noch weiter links hängt noch ein altes Fixseil) und Querung im unteren Eisfeld (tiefer, nasser Firn) zum Eisschlauch, im Schlauch meist Blankeis (Standplätze im Eis oder rechts an Haken im Fels), im oberen Eisfeld Neuschnee auf Blankeis. Abstieg im Schneesturm und Blindflug über den Normalweg (soweit wir ihn gefunden haben).



5.8. Zwischenhoch, starker Wind, kalt

Aig. du Midi - Cosmiquegrat: aufgrund des vortägigen Schneefalls ziemlich vereist, aber der Grat ist auch mit Steigeisen komplett gut zu begehen. Einstieg gegen 10.30 Uhr - Ausstieg auf der Seilbahnplattform gegen 15.30 Uhr. An den 2 eingerichteten Abseilstellen und der Schlüsselstelle (IV? - es hängt eine Bandschlingentrittleiter)ist mit längeren Wartezeiten zu rechnen (wir warteten in Summe ca. 1,5h)- Abstieg entfällt.



8.8. Zwischenhoch, blauer Himmel, warm

Aig. du Chardonnet - Nordpfeiler, Migotrippe: sehr gute Verhältnisse, fast durchgehend im Eis (hart mit Schneeauflage), kurze Felspassagen am Einstieg und auf Höhe des Eisabbruchs rel. trocken und problemlos (max. III), 3 Stunden vom Einstieg zum Gipfel, Abstieg über Normalweg problemlos (Abseilschlingen - muß man aber finden, sind auf der linken Seite)



9.8.-12.8. Dauerregen bzw. oben Schneefall



15.8. bestes Wetter, kalte Nacht

Mont Maudit - Kuffnergrat: Start vom Fourchebiwak (es empfiehlt sich früh dort zu sein - es hat für 8 Leute Decken, Platz ist für 10 - am Ende waren wir 17). Im Wechsel zwischen Firn und Fels (mehr Firn, bis 50°, Fels bis III) bei besten Bedingungen am Grat aufwärts bis unter die Pte. Androsace (vorher ist ein ziemlich beeindruckender Wächtengrat). Wir überkletterten die Pte. Androsace direkt (IV-V, trockener, fester Fels, Haken vorhanden - empfehlenswert, da die Umgehung genausolang dauert und recht heikel ist). Von der Androsace 20m Abseilen auf den Grat und weiter über diesen kurzweilig bis zum Gipfel. Wir benötigten vom Biwak bis zum Gipfel reichlich 5 Stunden. Abstieg über Normalweg zur Aig. du Midi. Am Col du Mont Maudit stecken massenhaft Firnanker zum Abseilen über den Schrund.



16.8. bestes Wetter

Montblanc du Tacul - Nordwand, Cherecouloir: beste Verhältnisse (hartes bissiges Eis wie am Wasserfall - bei mehreren Seilschaften allerdings starker Eisschlag von oben). In reichlich 3 Stunden durchs Couloir (Standplätze eingerichtet - am Besten immer rechts), eine kurze Stelle mixed. Daran anschließend in 1,5h über einen Kombigrat (max. III, teilweise lose Felsen, aufpassen wegen nachfolgender Seilschaften im Couloir) bis zum Gipfel des Nordwanddreieckes und von da in 1h über den Firnrücken zum Gipfel. Abstieg in 1h über den Normalweg zur Cosmiquehütte.



17.8. bestes Wetter, sehr warm

Deant de Geant - Normalweg (SW-Wand) und Aig. du Rochefort über Rochefortgrat: Von der Cosmiquehütte in 2,5h an den Fuß des Deant de Geant. Der Zustieg durch die Felsflanke zum eigentlichen Gipfelturm bzw. zum Beginn des Rochefortgrates ist problemlos (höchstens II) aber stellenweise brüchig, bei mehreren Seilschaften ist auf Steinschlag zu achten. Der Gipfelturm des Deant de Geant hat bombenfesten Fels. Über die SW-Wand in 1,5h zum Gipfel (bis V+, wer sich leichter tun will, greift in das dicke Fixseil, welches eine Seillänge nach dem Einstieg beginnt und am Vorgipfel endet und/oder zieht Kletterpatschen an). Abstieg vom Gipfel durch Abseilen über die Südwand (Doppelseil zwingend, mit 60m schafft man es mit 2 Abseilern genau bis unten). Rochefortgrat in perfekten Verhältnissen. Perfekte Spur vorhanden. Am Gipfelaufbau kurze Felspassage bis max. II. Vom Fuß des Deant de Geant bis zur Aig. du Rochefort und zurück 2h. Weiter zurück bis zur Aig. du Midi in 3h. Sehr heiß.
Derzeit allgemein sehr gute Verhältnisse für eigentliche alle üblichen Touren. Eiswände teilweise sehr unterschiedlich, aber eigentlich alle machbar. Immer problematischer dürften die Bergschründe werden. Der Schnee vom 9.-12.8. (ca. 50 cm) hat sich durch den andauernden Wechsel klarer Nächte und warmer Tage sehr gut gesetzt und gefestigt.
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20.08.2002 um 05:08
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By|Sn|Vy