Gipfelbuch - Details
Bietschhorn, 3934 m.ü.M.
Jan Nagelisen (Tourengänger)
20.07.2010, 20:52
2815 mal angezeigt
Gipfelinformationen
CH - Waadt/Freib./Berner Alpen
631672 | 137976 (Schweiz)
46:23:32:N | 7:51:1:E
46:23:32:N | 7:51:1:E
Routeninformationen
[Tourenführer-Version vom: 17.08.2010, 10:00]
Nordgrat ab Baldschiederklause (
Berg-/Hochtour (Sommer))
Von der Baldschiederklause folgt man den kleinen Reflektoren und zahlreichen Steinmännern unter dem Jägihorn bis auf den Uessere Balschiederfirn. Auf diesem steigt man bis ins Baltschiederjoch auf. Hier wendet man sich nach Südwesten und steigt auf den Nordgrat unterhalb Punkt 3477. Der Uebergang kann wegen einem grossen Bergschrund - und den steilen brüchigen Felsen(Gletscherschwund) schwierig sein. Ueber die Geröllflanke zu Punkt 3477 und über den Grat oder links davon in der Firnflanke zu Punkt 3706. Hier macht der Grat einen Knick: Auf dem Grat oder rechts darunter weiter zum Felsgrat, der zum Gipfel führt. Dabei werden zwei steile Felsstufen im 4 - 5 überwunde. Diese sind mit Bohrhaken gut gesichert. Vom Vereinigungspunkt mit dem Westgrat in ca. 10 Min zum Gipfel. Zum Absteigen empfiehlt sich der mit Bohrhaken gut eingerichtete Westgrat [Autoren]
1150 m
Verhältnisinformationen
20.07.2010
2 Person(en)
ja
Wir sind von der Baltschiederklause über den Nordgrat aufgestigen und dann über den Westgrat zu Bietschhornhütte abgestiegen.
Nordgrat: Im Zustieg auf dem Gletscher ein paar heimtückische Spalten; die Brücken sind nicht mehr allzu dick. Wir sind beide einmal mit einem Bein eingebrochen. Bergschrund (noch zu) und Übergang zu den Felsen (kein Blankeis) noch gut zu passieren. Ab Pt. 3477 zuerst noch Schnee/Firn auf dem Grat. Dort problemlos. In der steilsten Stelle ist der Grat jedoch Blank und das Eis z.T. ziemlich splittrig. Hier sind momentan ca. 150m zu sichern. Geht mit zwei Eisgeräten wesentlich ringer. Auf dem Schlussteil des Schneegrates liegt wieder etwas Schnee. Dieser wird bei anhaltenden Temperaturen aber kaum noch lange halten.
Im Felsteil des Grates dann perfekte Verhältnisse. Alles total trocken. Die beiden etwas steileren Aufschwünge (je ca. 10-15m) sind Komplett mit Bohrhaken ausgerüstet (ca. plaisir gut+). Sie sind beide auch in Bergschuhen problemlos zu klettern und nicht schwieriger als 4 (erster Aufschwung) resp. 4+ (zweiter Aufschwung).
Westgrat: Hier könnten die Verhältnisse nicht besser sein. Der ganze Grat trocken und komplett schneefrei. Er ist auch im Abstieg problemlos zu finden. Immer wieder weisen Bohrhaken und in einfacheren Passagen Steigspuren den Weg. Zudem ist die Routenbeschreibung von der Bietschhorn-Hüttenwartin wärmstens zu empfehlen (ist hier im Tourenführer zu finden). Diese ist sehr detailliert und stimmt auch. Generell wird die Felsqualität am Westgrat von unten nach oben besser.
Nordgrat: Im Zustieg auf dem Gletscher ein paar heimtückische Spalten; die Brücken sind nicht mehr allzu dick. Wir sind beide einmal mit einem Bein eingebrochen. Bergschrund (noch zu) und Übergang zu den Felsen (kein Blankeis) noch gut zu passieren. Ab Pt. 3477 zuerst noch Schnee/Firn auf dem Grat. Dort problemlos. In der steilsten Stelle ist der Grat jedoch Blank und das Eis z.T. ziemlich splittrig. Hier sind momentan ca. 150m zu sichern. Geht mit zwei Eisgeräten wesentlich ringer. Auf dem Schlussteil des Schneegrates liegt wieder etwas Schnee. Dieser wird bei anhaltenden Temperaturen aber kaum noch lange halten.
Im Felsteil des Grates dann perfekte Verhältnisse. Alles total trocken. Die beiden etwas steileren Aufschwünge (je ca. 10-15m) sind Komplett mit Bohrhaken ausgerüstet (ca. plaisir gut+). Sie sind beide auch in Bergschuhen problemlos zu klettern und nicht schwieriger als 4 (erster Aufschwung) resp. 4+ (zweiter Aufschwung).
Westgrat: Hier könnten die Verhältnisse nicht besser sein. Der ganze Grat trocken und komplett schneefrei. Er ist auch im Abstieg problemlos zu finden. Immer wieder weisen Bohrhaken und in einfacheren Passagen Steigspuren den Weg. Zudem ist die Routenbeschreibung von der Bietschhorn-Hüttenwartin wärmstens zu empfehlen (ist hier im Tourenführer zu finden). Diese ist sehr detailliert und stimmt auch. Generell wird die Felsqualität am Westgrat von unten nach oben besser.
Nordgrat wird eher noch blanker, Westgrat bleibt perfekt.
Wenig Leute am Berg. Am heutigen Prachtstag waren wir am Nordgrat die Einzigen. Am Westgrat warens auch nur 4 Personen.




