Verhältnisse - Detail

Gipfel: Schreckhorn-Lauteraarhorn-Überschreitung

Route:

Simon Lumper

Verhältnisse

04.09.2003
Am Donnerstag hatten wir noch einen gemütlichen Anstieg auf die Schreckhornhütte. Da in der Eiger-Nordostwand ziemlich viel Schnee lag, gab es schon Bedenken, ob wir überhaupt noch auf das Schreckhorn kämen. Diese zerstreuten sich bei der Ankunft auf der Hütte. Alles schneefrei!!!
Hüttenwart und Hütte absolute Spitze, der Eingangsbereich ist mit Teppichen ausgelegt, auf welcher Hütte gibts denn so was noch. Außerdem Begüßungstee und in der Früh um 2.30Uhr frischen Orangensaft!!! Vielleicht 10 Übernachtungen an diesem Tag, sehr ruhig, ist auch als Tagestour sehr lohnend.
Normalweg zum Schreckhorn schneefrei, am Gipfel um 9 Uhr 30 entschieden wir uns dann doch für die Überschreitung, die angesichts der vielen Türme den Tag sehr lang werden lässt. Immer bombensicherer Granit bis zum Lauteraarhorn. 17 Uhr am Lauteraarhorn, Bewölkung zog auf, und wir seilten noch 2 Stunden über den Südwestgrat ab, bis das Freibiwak unumgänglich wurde. Nachts dann erste Schneeschauer. In der Früh wars immer noch neblig und wir verfehlten den Grat, machten unsere eigene Abseilpiste und kamen letztendlich auf der falschen Seite raus!!!
Abstieg am Aarbiwak und Lauteraarhütte im Laufschritt vorbei um die Fähre über den Grimselsee zu erwischen. Wann zum Teufel fährt da überhaupt eine? Ohne Fähre am Rand vom See bis zur Passstrasse, wo uns ein nettes schweizer Pärchen mitnahm (und die Zugverbindung nach Grindelwald organisierte (Dank an Pinni und Beat)
Auf Grund des Schneefalls dürfte die Tour in diesem Jahr nicht mehr möglich sein.
Vielleicht noch Schreckhorn-Normalweg nach längerem Sonnenschein machbar, am besten beim Hüttenwirt anrufen, der ist sehr fürsorglich!
LAWINEN-PROGNOSE
SLF Lawinenkarte (Quelle: slf.ch)
 
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07.09.2003 um 18:59
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