Verhältnisse - Detail

Gipfel: Skitouren am Julierpass/Piz Surgonda, 3196 m.ü.M.

Route: Ausgangspunkt Bivio und Julierpass-Strasse

Doris Dörig

Verhältnisse

30.12.2012
6-10 Person(en)
ja
Traumhafter Pulverschnee
Genügend Schnee für den ganzen Winter
Bivio liegt auf 1'750 m und ist "ziemlich" schneesicher
LAWINEN-PROGNOSE
SLF Lawinenkarte (Quelle: slf.ch)
 
Am Tag nach dem Stefanstag machten sich 6 Lauerzer und 3 Luzerner auf den Weg nach Bivio zur traditionellen Weihnachtsskitour.
Direkt von Bivio aus fuhren wir mit dem Schlepplift Tua bis auf 2'200 m und machten eine kleine Abfahrt ins Tagavretga Tal, wo wir den Fluss überquerten und den Anstieg zum Rocca Bella begannen. Nach einer Stunde verschlechterte sich jedoch das Wetter und wir mussten die Tour abbrechen.
Am nächsten Tag versuchten wir unser Glück nochmals und wanderten direkt von Bivio aus wieder Richtung Rocca Bella. Dieses Mal schafften wir es bis zur halben Höhe, wo wir in einer Wellblechhütte Unterschlupf fanden und warten wollten, bis sich der Nebel lichtete. Unser Warten war jedoch vergebens und wir entschlossen uns, den Nachmittag in der Sauna des Hotel Solaria zu verbringen.
Am dritten Tag besserte das Wetter wie vorhergesehen und wir gingen vorbei an zahlreichen Steinböcken in 3 1/2 Stunden auf den Piz Scalotta, der mit 2'992 angeschrieben ist und eine herrliche Aussicht auf die Bündner Bergwelt bietet, angefangen vom Piz Julier über den Piz Platta bis zum Rocca Bella ;-)
Die Abfahrt bis zur Autogarage beim Marmorera Stausee war traumhaft.
Am vierten und letzten Tag freuten wir uns schon beim Aufstehen über den strahlend blauen Himmel. Wir beeilten uns mit Frühstück und Auschecken und fuhren auf der Julier Strasse bis kurz unter die Passhöhe, wo wir noch die letzten Parkplätze ergatterten. In einem vierstündigen Aufstieg, der uns nie steil und anstrengend sondern immer sanft und gemächlich erschien, erreichten wir den Gipfel des Piz Surgonda auf 3'196 m, der bereits von zahlreichen Bergsteigern in Beschlag genommen war. Anscheinend hatten andere Tourengruppen ebenfalls diesen Berg ausgewählt, da die Hänge nicht zu steil und deshalb relativ lawinensicher sind.
Die 1'200 m lange Pulverschneeabfahrt über baumlose, weite Hänge war eine der schönsten, die wir je erlebt hatten und wir waren uns alle einig, das Juliergebiet wird uns wieder sehen.
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30.12.2012 um 21:36
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