Verhältnisse - Detail

Gipfel: Kessispitze/ Westliches Kleines Seehorn, 2833 m.ü.M.

Route: Tübinger Hüttenrunde

SektionKangtschengtsönga

Verhältnisse

26.01.2013
2 Person(en)
ja
In den Höhen gute Schneelage, wenn auch nicht übermäßig viel Schnee
(im Montafontal äußerst wenig Schnee), nordseitig Schnee von unterschiedlicher Qualität,
leichter Pulver im flacheren Gelände, an den steilen Stellen oft 5 cm Pulver
auf härterer Schicht, die man im Aufstieg meist nicht durchbrechen kann (was den Aufstieg sehr erschwert, teilweise für 100 Hm 1 Std. benötigt), südseitig gut gesetzt, teilweise Deckel über Pulver
keine, nordseitig im steilen Gelände kleinere und größere Oberflächenrutsche
keine Änderung in Sicht
LAWINEN-PROGNOSE
SLF Lawinenkarte (Quelle: slf.ch)
 
Am Samstag um 8 Uhr in Gaschurn gestartet, Winterhochdruckwetter, -15 Grad, wolkenlos. Zunächst steil in Serpentinen das schneebedeckte Sträßchen ins Garneratal hoch, dann ca. 6 km ziemlich flach das Tal hinein. Zum Talschluß wieder steiler. Beim Materiallift aus dem Talgrund halb links (Südosten) einen steilen Hang hinauf, danach scharf links (Norden) auf gleicher Höhe zur Hütte (12.30 Uhr). Hier zunächst den Zugang zum Winterraum freigeschaufelt, Gepäck deponiert. 13.45 weiter Richtung Kessispitze, deren Massiv sich direkt südwestlich der Hütte am Ende des Garnertals aufbaut. Die N-Seite von links (Osten) unten nach rechts (Westen) oben gestiegen (400 Hm), am Ende heikle Ausquerung durch steilen, unsicheren Hang über Schneekante auf NW-Flanke, diese zunächst steil in vorsichtigen und mühsamen Kehren hoch (Schnee hart und wenig griffig/Harscheisen bei niedrigster Stellung der Bindung, um weiter oben nach links in eine Mulde zu queren (hier erstmals Sonne). Aus dieser rechts heraus und in einem Bogen nach links zum Skidepot kurz unter dem ausgesetzten Gipfel mit Kreuz. Traumhaftes Panorama in jede Richtung mit der bereits tiefstehenden Sonne im Südwesten irgendwo zwischen Piz Kesch und Tödi. Sehr kalt. Abfahrt wie Aufstieg, das erste Drittel technisch schwierige Pflicht, der Rest Kür in schönstem Pulver. Bei Ankunft an der Hütte bereits dämmerig. Gemütlicher Hüttenabend im kleinen, aber feinen Winterraum der Tübinger Hütte. Eiskalte Nacht (trotz 3 Decken gefroren) Am Sonntag um 8 Uhr Start über den steilen Hang direkt nach oben auf den Plattengletscher und rechts zum Plattenjoch (Sonne, Traumblick auf Seehörner. Leichter Wolkenschleier unter blauem Himmel).Jenseits nach links über steilen Hang in die Abfahrt von der Schweizerlücke gequert. Abfahrt zum Seegletscher bis auf ca. 2500 m. Aufstieg zu den Seehörnern in einem großen Rechtsbogen vorbei am mächtigen Großen Seehorn bis zum äußerst steilen Durchlaß (55°) von unterem Schneefeld auf das obere Schneebecken der Kleinen Seehörner. Hier Skier ausgezogen und zu Fuß nach rechts ausgequert. Entlang einer Plattenflucht in gutem Trittschnee steil nach oben. Dann wieder mit Skiern das obere Schneebecken zum Joch am Westlichen Kleinen Seehorn hochgestiegen. Skidepot. Noch ca. 100 Hm über nach oben hin steiler und ausgesetzter werdendes Blockgelände bis zum luftigen Gipfel gestiegen (13 Uhr). Traumpanorama von Piz Bernina bis Finteraarhorn. Abfahrt mit Skiern über Steilstufe möglich, danach gleich nach rechts gehalten, um mit möglichst wenig Höhenverlust die Seelücke (2776 m) zu erreichen. Abfahrt an der Saarbrücker Hütte vorbei ins Kromertal hinaus durch perfekte Pulverhänge, die hier aber schon stark zerspurt waren. Nach unten hin wurde der Pulverschnee bereits schwerer, um dann kurz vor dem Vermuntstausee in Bruchharsch überzugehen. Die weitere Abfahrt nach Partenen mit Skier bis zur Talstation der Vermuntbahn (1050 m) war gut möglich.
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28.01.2013 um 23:45
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