Verhältnisse - Detail

Gipfel: Piz Aul, 3121 m.ü.M.

Route: Von Camp ( Eingangs Vals über die Satteltilücke )

Valentin Eichenberger

Verhältnisse

02.03.2013
1 Person(en)
nein, umgekehrt auf 3030m
Von unten her waren die Ost- und Südhänge schon recht gut verfirnt. Die nordseitigen Hänge jedoch mit viel Schwimmschnee unter einem kleinen Deckel.
In der Satteltilücke dann ostseitig sehr unterschiedlich, teils guter Schnee, teils ebenfalls Schwimmschnee ohne Ende. Diese jedoch nur Kleinflächig.
Die Westflanke dann perfekter Pulverschnee ( ca. 25 - 30 cm ).
Ebenfalls vom Seeboden hinauf alles herrlicher Pulver. Auch hier gleicher Schnee Unteraufbau wie in der Ostseite der Satteltilücke.
Sehr viele neue teils auch grössere Abgänge aus steilen Ost- und Südhängen.
Diese Tour ist ab Camp kaum mehr zu empfehlen, da unten die Schneedecke schon nicht mehr durchgängig ist. Alternativ kann man von der Liftstation herüberqueren, dann Aufstieg via Skipiste.
WETTER-PROGNOSE
Wettervorhersage für Piz Aul (Quelle: meteomedia.de)
 
LAWINEN-PROGNOSE
SLF Lawinenkarte (Quelle: slf.ch)
 
WEBCAMS (im Umkreis von 5km)
 
Diese Tour ist eher den alpinorientierten, guten Skibergsteigern zu empfehlen.
Spitzkehren sind hier auf weiten Strecken die einzige Möglichkeit zum wenden. Ebenfalls ist Harsteisen laufen hier oft der Fall.

Mein Umkehrpunkt 100 Hm unter dem Gipfel ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass in der Gipfelflanke extrem viel bodenloser Schwimmschnee vorhanden war. Ebenfalls ist diese Flanke unten felsig, was mir solo nicht so gefiel. Teilweise bin ich bis zu den Schultern durchgefallen, da das Gelände unter dem Schnee aus vielen kleinen Felsbändern besteht.

Aus diesem Grund halte ich den Aufstieg durch die Flanke als die bessere und auch schnellere Variante, als die Meinige, wie sie im Skitourenführer beschriebenen ist.

Geplant wäre eine Querung zur Fuorcla Serenastga mit anschliessendem Aufstieg zu Gipfel des Piz Serenastga gewesen. Da aber die Flanke schon früh in der Sonne ist und viele Südflanken mächtige Grundrutsche verzeichneten, habe ich mich für die Rückkehr via der Satteltlücke entschieden.
Die Ostseite bin ich dann den oberen Teil in der Aufstiegsspur abgefahren, um die Schneedecke nicht allzu sehr zu belasten.

Diese Tour geht für mich ins Kapitel der Belehrungen; es ist eine richtig harte Tour. Hier wird alles gefordert, von Konzentration über Kraft bis hin zu Technik im Aufstieg wie in der Abfahrt.

Doch die imposante Bergwelt der Region Vals ist halt allemal eine wunderschöne Sache. Gestern, bei diesem super Bergwetter eine so tolle Tour machen zu können, gibt Einem wieder richtig viel Lebensenergie.

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03.03.2013 um 10:04
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