Verhältnisse - Detail

Gipfel: Rund um Zermatt

Route:

Rory Chisholm

Verhältnisse

09.04.2004
Vier Tage Skitouren von Zermatt (Täsch) aus.

9/4/2004: Begonnen hat die ganze Sache mit einem Versuch am 9 April die Cima die Jazzi von der Stockhorn Bahn aus zu besteigen.

Obwohl die Bahn (und die Piste) für Pistenfahrer ansich gesperrt war hat uns der Bahnbetreiber freundlicherweise zur Bergstation hinaufgefahren. Trotz 1.5 Stunden warten keine Wetterbesserung - keine Sicht und starker Ostwind - nach 300m haben wir aufgegeben und sind auf der Piste zurück ins Skigebiet gefahren.

10/4/2004: Schlechtes Wetter mit wenig Sicht - an diesem Tage allerdings windstill. Als kleine Ersatztour sind wir vom unter Rothorn zur Pfulwe aufgestiegen. Zeitweise schien sogar die Sonne. Sehr schöne, pulvrige Abfahrt zur Täschalp - wo wir allerdings mangels Spuren recht lange "stöckeln" mussten.

11/4/2004: Bei bestem Wetter (Sonne, praktisch windstill) haben wir von der Station Klein Matterhorn her kommend einen Versuch unternommen den Polux zu besteigen. Wegen der angekündigten erheblichen Lawinengefahr haben wir uns grosse Mühe gegeben immer auf dem Grat (und nicht in den steilen Flanken) des Poluxes zu bleiben. Aus zeitlichen Gründen haben wir den Anstieg im Bereich der oberen Kette aufgeben müssen - wir wurden v.A. auch durch die grosse und bodenlose Menge Pulverschnee verlangsamt die von allen Tritten und Griffen geräumt werden musste.

Herrliche Abfahrt über das Schwarztor, Schwärze- und Gornergletscher. Viele Tourenfahrer hatten diese Abfahrt bereits genommen so dass wir ihren Spuren folgen konnten. Im Bereich des Eisbruches (ca 3100m) ist vorsichtiges Fahren wegen vieler verdeckten Spalten angesagt - ich haben einen Spaltensturtz dann auch nur knapp vermieden - man merke: Gehen nach ca. 50 Abfahrten alle Spuren durch einen eng beschränkten Bereich so wird es gute Gründe geben wieso grössere Pulverschneehänge direkt daneben unverspurt bleiben. Im unteren Gornergletscher waren die Verhältnisse hart und eher eisig wenn auch landschaftlich faszinierend. Die Ausfahrt erfordert z.T. über längere Strecken sturzfreies Fahren und ist nur anzuraten, wenn vorhandenen Spuren einheimischer Bergführer gefolgt werden kann (ohne die ich weder den Weg durch den Eisbruch des Schwärzegletschers - noch die Ausfahrt durch die Flussläufe des Gornergletschers gefunden hätte).

12/4/2004: Ausklingende kleine Tour auf das Breithorn - wieder bei herrlichem und praktisch windstillem Wetter. Mit den Skis kann bis zum Grat und etwas mühsam (Querung) bis zum Gipfel aufgestiegen werden. Ca 40 cm Pulver im Gipfelhang - der in Fallinie immer noch unverspurt war (wahrscheinlich wegen des Bergschrundes und der Lawinengefahr)
Ostern hat sich besser entwickelt as erwartet. Schwärze Gletscher (für den schwärze Gletscher) z.Z. verhältnissmässig gut befahrbar - allerdings ist das immer noch ein abenteurerliches Unterfangen (viele verdeckte Spalten, komplizierte Spur im Eisbruch)
LAWINEN-PROGNOSE
SLF Lawinenkarte (Quelle: slf.ch)
 
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14.04.2004 um 01:13
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