Verhältnisse - Detail

Gipfel: Gärstenhorn (Mittelgipfel), Tieralplistock, 3189 m.ü.M.

Route: Gärstencouloir-n. Gärstenlücke

Andreas Hille

Verhältnisse

08.05.2013
2 Person(en)
ja
Start um 6:20 am Räterichsbodensee, 3°C. Gärstencouloir fest, Schnee sehr gut gesetzt, aber nicht pickelhart. Eigentlich ziemlich ideal. Z.t. mühsam durch Lawinenschnee, ab Couloirmitte (ca. 2100 m) waren Harscheisen erforderlich. Gärstengletscher sehr hart, 2 cm Pulverauflage von den Niederschlägen des Vortages. Nordgrat bzw. Westflanke um 9:15 guter Trittschnee, die Flanke lag Anfang Mai noch bis ca. 11 Uhr im Schatten. Gärstengletscher hatte ab 10 Uhr Sonne, durch leichten Wind verzögertes Auffirnen. Ostseitig Richtung Rhonegletscher um 11 Uhr bereits völlig durchweichte Schneedecke, dennoch tragend. Couloir beim Verlassen des Tiertälli im unteren Teil tiefes Einsinken, im oberen, steilen Teil guter Trittschnee, auch ohne Eisen möglich. Tieralplistock auf guten Schnee mit Skiern erreicht (13:00), Abfahrt über Route 230c optimal aufgefirnt. Im Bereich 2600 m verbergen sich einige Löcher unter der Schneedecke, hier war der Schnee um 13:30 sehr weich. Das Couli des Alplibachs hat noch Potenzial für ein paar Rutsche, war aber sehr gut zu fahren. Die nordseitige Umrundung des Gelmersees zog sich ziemlich, 1,5 - 2 h bis nach Chuenzentennlen müssen eingeplant werden, Ski müssen vielfach getragen werden. Der Uferweg ist an einigen Stellen heikel, dort wo unterspülter Altschee auf plattigen Gelände gequert werden muss, kann mit Seil gut abgesichert werden.
Alles ruhig, viele alte Rutsche
bleibt noch eine Weile gut, insbesondere was den Ausstieg über den Gelmersee betrifft wird es mit weiterer Ausaperung eher besser
LAWINEN-PROGNOSE
SLF Lawinenkarte (Quelle: slf.ch)
 
WEBCAMS (im Umkreis von 5km)
 
Den Felsriegel zwischen Tällistock und Tieralplistock haben wir nicht auf Route 214, sondern etwa 300 m nördlich durch ein Couloir (siehe Text und Bild) überwunden. Einstieg ist auf 3120 m, das Couli führt zu P 3286. Möglicherweise die objektiv sicherere Variante.
Ein 30 m Seil empfiehlt sich (in 1-2 Wochen sollte die Traversierung von der Gärstenlücke in die Westflanke besser gesichert erfolgen, Bergschrund, ggf. ist weitere Sicherung am Nordufer des Gelmersees notwendig). Für die gesamte Tour waren ca. 9 h bei 2300 Hm nötig
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10.05.2013 um 11:06
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