Verhältnisse - Detail

Gipfel: Hangendgletscherhorn Nordwand

Route:

Hannes

Verhältnisse

29.05.2004
Am Samstag von Urbachtal zur Alp Schrättern. Dort Biwak. Sonntag 4 Uhr Start. Der Zustieg zur Wand beginnt etwa bei Abzweig Gauli/Dossenhütte direkt hinauf bis Ende des ersten Lawinenkegels, von dort immer schräg rechts aufwärts unter den Felsen haltend mehrere beinharte Lawinenkegel und Gebüsch querend bis auf das kleine Plateau. Wir waren um 7 Uhr circa auf Höhe der engsten Stelle in der zentralen Rinne, neben uns rauschte schon ein munteres Lawinenbächlein und bald pfiffen auch schon die ersten Rohrpostgrüße an uns vorbei. Wir kriegten Schiss und verzogen uns auf die (im Aufstiegssinne) linken Begrenzungsfelsen. Von dort stiessen wir weiter oben auf den linken Ausstieg (Bächli/Ganahl)und darüber bei ca. 3100m auf den Ostgrat. Auf den Gipfel pfiffen wir und stiegen gleich Richtung Gaulihütte ab. Um 16Uhr waren wir wieder in Urbachtal
In der Hauptrinne war auf gepresstem Schnee prima zu gehen. Auch die Firnrinnen bis etwa 2900m waren noch gut, die Felsen jedoch im unteren Teil völlig mit Eis überzogen und weiter oben dann sehr viel lockerer Schnee. Der Abstieg zur Gaulihütte war mühseliges Gestapfe mit ständigem Einbrechen bis zu den Oberschenkeln.
Für diese eigentlich interessante Tour würde ich früheres Aufbrechen raten (spät. 3Uhr), dann kann man bis Einsetzen des Steinschlags evtl. schon in die Ausstiege weichen. Der "Vanisausstieg" sah von oben eher besser aus als von unten, könnte also vorteilhafter sein. Der Firn wird wohl noch eine Weile gut bleiben, die felsigen Stellen dann auch etwas trockener sein.
LAWINEN-PROGNOSE
SLF Lawinenkarte (Quelle: slf.ch)
 
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01.06.2004 um 18:27
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