Verhältnisse - Detail

Gipfel: Presanella Nordwand

Route:

Uli Sure

Verhältnisse

09.06.2004
In der Wand herrschen immer noch ideale Verhältnisse. Wir sind sie direkt in der Mitte gegangen, wegen der
Gipfelwechte oben etwas rechts (an diesem Tag insgesamt 9 Leute). Die letzten 50 hm steilen ziemlich auf. Es war weder Fels noch Eis unter der festen Schneeschicht zu spüren. Sehr schöne Abfahrt über die Normalroute bis zur Hütte; die ersten 750 hm auf festem Harschdeckel, dann etwas brüchig, weiter unten gut zu fahrender Sulz. Meiner Meinung nach reicht es um 4.30 h von der Hütte loszugehen. Um 8.30 h standen wir alle vier auf dem Gipfel. Gegen 10 h waren wir wieder beim Rifugio Denza.
Der Zustieg zur Hütte ist grösstenteils schneefrei. In der langen Querung liegt allerdings noch viel Lawinenschnee. Bis auf die letzten 75 hm muss man die Ski tragen. Wir hatten keine Lust auf nasse Felle und haben alles getragen - war wahrscheinlich schneller.

Tendenz:
Der Zustieg (auf dem Sommerweg, 7 km vor dem Passo Tonale den zweiten Abzweig links runter nach Stavel und in Vermiglio am Gasthof parken) wird mit dem schwindenden Schnee bequemer werden - ca. 3 Std mit den Ski auf dem Rücken. Weiter auf dem Forstweg hochfahren macht keinen Sinn, da dort noch viele umgestürzte Bäume liegen. Ab der Hütte liegt genug Schnee. Spaltensituation beobachten ! Bei uns war am morgen auf dem Gletscher alles knallhart gefroren. Die Wand selbst wird noch länger guten Schnee haben. Die Randspalte ist zum Teil schon offen, aber noch gut mit Lockerschnee gefüllt. Ein grosser Schritt reicht. Eine lohnende Tour, besonders wenn man auf dem Heimweg noch etwas das italienische Leben geniesst.
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09.06.2004 um 11:30
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