Verhältnisse - Detail

Gipfel: Krönten

Route:

Clemens

Verhältnisse

05.09.2004
Tour auf den Krönten / Erstfeld

Die Idee auf den Krönten zu kraxeln kam kurz nach unseren Diplomprüfungen, schliesslich bietet dieser Berg ein schönes Panorama Richtung Spannort, den Windgällen und auch Richtung Sustenhorn/Lauteraarhorn.

Über Basel und Luzern waren wir schnell in Erstfeld. Fahrzeitmässig also 1,5h und somit sehr angenehm. Von dort gehts weiter nach Bodenberg. Konnte man früher mit dem Privat-PKW nach Bodenberg fahren, so hat man zwei Möglichkeiten:
1. Hochlaufen nach Bodenberg und dann weiter zur Kröntenhütte in ca. 5h (wie man das von Erstfeld in 4h schaffen soll, weiss ich nicht)
2. Mit dem AlpTaxi Erstfeld (079/4139115) nach Bodenberg fahren, kostet ca. 25 CHF.

Der ganze Zinnober mit dem Taxi hat den Grund, dass auf der Strecke zwischen Erstfeld und Bodenberg auf einer Strecke von 500m Steinschlaggefahr sein soll, was uns aber der Taxifahrer nicht bestätigen konnte. Vielmehr geht es um die Haftung, da es halt ein enges Tal ist mit dem entsprechend höheren Risiko des Steinschlags. Also kann man auch gut hochlaufen; das dauert halt so seine 5h bis zur Kröntenhütte.

Ist man in Bodenberg, so kann man über Chüeplang oder den Geisspfad zur Kröntenhütte laufen. Über Chüeplang ist es ca. 3,5h und über den Geisspfad ca. 3h. Die Wege sind rot-weiss markiert und gut zu gehen. Allerdings sind sie steil und nur über Chüeplang gibt es erholsame Flachetapen zwischendurch.
Ist man dann auf der Kröntenhütte angekommen, so kann man sich dort in dem nahegelegenen Odersee abkühlen und sich von dem super Hüttenteam um Markus Wyrsch verwöhnen lassen.

Am nä. Tag ging es dann auf den Krönten. Von der Hütte am besten die Treppen runter und Richtung Obersee laufen. Von dort immer den Steinmännchen bzw. blau/rot-weissen Wegzeichen folgen. Hier hatten wir so unsere Probleme, da die Wegzeichen nicht immer zu finden waren. Man geht also den ganzen Höhenrücken entlang, bis man am Gletscher rauskommt. Dort am besten Steigeisen anziehen, anseilen und sich links halten. Bei uns war der Gletscher ziemlich vereist und stellenweise lag Firn drauf. Auf dem Gletscher ist man ca. eine knappe Stunde unterwegs. Nun sollte man wieder am Grad ankommen, wo man die Eisen liegen lassen kann. Nun gilt es sich am Grad entlang Richtung Krönten raufzuschinden. Vorher sollte man die Steinmännchen finden und sich danach halten. Ab hier gibt es keine Zeichen mehr. Nach einer weiteren Stunde ist man vor dem Kreuz, doch es gilt noch eine ziemlich heftige Kletterstelle zu überwinden, bevor man am Kreuz ist. Das haben wir uns erspart, da keiner rechts und links das Loch runterfiegen wollte. Egal; von hier genießt man einen Blick rüber zum Spannort, die Windgällen sieht man und auch Richtung Sustenpass blickt man. Runter ists eigentlich kein Problem, außer das es sehr steil ist und man schon aufpassen muss.

Nach sechs Stunden hoch und vier Stunden runter war das ein schönes kühles Blondes an der Kröntenhütte dann doch verdient.

Alles in allem eine Tour, die man sehr schnell unterschätzen kann (es ist ja nur ein 3000'er), aber wie gesagt ein sehr schönes Gebiet und eine super Hütte mit einem super Team.
Nicht unschwieriger 3000'er (gerade konditionell gerne unterschätzt), der eine gute Einlauftour für weitere 3000'er oder so manche 4000'er-Tour sein kann
LAWINEN-PROGNOSE
SLF Lawinenkarte (Quelle: slf.ch)
 
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08.09.2004 um 16:30
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