Verhältnisse - Detail

Gipfel: Piz Arblatsch 3203m & Piz Forbesch 3263m

Route:

Patrick Mattioli

Verhältnisse

21.09.2004
Bike&Hike Tour:
Wir sind um 07:00 in Savognin mit den Bikes losgefahren. Unterwegs nach Mulegns fast erfroren, es war bitter kalt. Von Mulegs via Alp Tga nach Arnoz hinauf haben wir dann aber schnell warm bekommen. Hier haben wir die Bikes deponiert und sind nun zu Fuss weiter über Foppatsch zum Seelein vor Muttariel hinauf und weiter ging es dann die endlosen Schutthalden zum grossen Couloir links vom Gipfel des Piz Arblatsch. Dieses stiegen wir bis etwa 30m unter den Gratsattel hinauf und querten dann nach rechts in das Couloir das direkt vom Gipfel herunter zieht. Der Fels ist überall lose und abartig brüchig. Wir stiegen dann zum Westgrat und über diesen weiter zum Gipfelkopf. Den mussten wir dann noch kurz über ein 20m Wändlein bezwingen, nicht so schwierig aber ziemlich ausgesetzt. Die Gipfelrundsicht ist wirklich toll. Wir stiegen den gleichen Weg hinunter und auf 2800m queren wir zum kleinen Sattel hinüber. Von hier aus ging es wieder streng hoch diesmal aber zum Gratsattel am Piz Forbesch. Als wir dann am Sattel sind können wir die Aussicht etwas geniessen, bevor dann der miese Fels und teilweise schmale Grat wieder volle Aufmerksamkeit verlangt. Einmal geht es nach links ein Schuttwändchen hinunter um einen grossen Gratturm zu umgehen, dann später nach rechts in die N-Seite hinab, in rutschigem Schnee wird wieder ein Absatz umgangen. Nun kommen nochmals 2 Aufschwünge welche eher links südlich umgangen werden. Endlich stehen wir auch auf diesem Gipfel. Das Wetter ist genial wolkenlos und sehr warm, mit T-Shirt auf über 3000m. Für den Abstieg haben wir dann das lange S-Couloir benützt, brüchig aber schnellerer Abstieg als retour über den Grat. Wir waren froh endlich wieder auf unseren Bikes zu sitzen und sind dann um 18:00 heil wieder in Savognin angekommen.
Lange Tour mit 2500Hm in extrem schlechtem Fels, teils heikel und steinschlägig. Aber wegen dem tollen Panorama und für Geübte in diesem Gelände lohnend. Einsamkeit ist auch garantiert, da hinauf verirren sich eigentlich nur die Steinböcke, welche wir noch angetroffen haben.
LAWINEN-PROGNOSE
SLF Lawinenkarte (Quelle: slf.ch)
 
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21.09.2004 um 08:24
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