Verhältnisse - Detail

Gipfel: Joderhorn, 3036 m.ü.M.

Route: Mattmark – Distelalp – Täliboden – Mte. Moropass – Joderhorn – GTA / Mondellipass – Täliboden-Gletscher-Mulde – P 2627 – Täliboden – Distelalp - Mattmark

AndréTT

Verhältnisse

09.10.2017
1 Person(en)
ja
Machbar
Tourenbeginn am 3.10. um 07:45 Uhr bei wolkigen 5°C. Gipfel war schneefrei. Unterhalb vom Moropass gibt es nordseitig ein kleines vergletschertes Firnfeld. Im Aufstieg riss morgens oben die Wolkenschicht zwar auf, aber der hochziehende Nebel über den Stausee bescherte neblige Passagen am Anfang des Aufstiegs zum Moro-Pass. Beim Abstieg vom Moro-Pass zur Bergstation der Luftseilbahn "Lago Smeraldo" kam erst die Kaltfront mit starkem Regen an, welche bereits für den frühen Vormittag angekündigt war. So pausierte ich 1,5 Std. unterm Dach der Station auf einer Sitzbank. Danach klarte es kurz oberhalb der Täler auf, so daß ich den Klettersteig angehen konnte. Dennoch überraschten mich erst Hagel, dann Schnee mitten im Steig. Dank des vielen Eisens betrat ich wenig rutschigen Granit. Eine Stunde später wurde das Wetter rasch besser. Lediglich zeitweise zog immer wieder dichter Nebel über’s Gelände und forderte mehr Zeit zur Orientierung. Am späten Nachmittag klarte es ab Täliboden auf.
Zwischen westlichem Wallis und Simplongebiet herrscht oft Bewölkung vor, so daß sich im Passbereich der Schnee lange hält. Bei Sicht schaut man hinab ins 2000 m tiefere Tal von Macugnaga und zur Ostwand des Monte Rosamassivs, sowie zu den 4000ern Nadelhorn, Dom, Täschhorn und Strahlhorn.
WETTER-PROGNOSE
Wettervorhersage für Joderhorn (Quelle: meteomedia.de)
 
LAWINEN-PROGNOSE
SLF Lawinenkarte (Quelle: slf.ch)
 
WEBCAMS (im Umkreis von 5km)
 
Ursprünglich wollte ich zum Mondellisattel über den Quersteig. Doch weiter nach Osten über das lose Blockgestein ehemaligen Gletschers den Durchbruch zu suchen, bis man auf den Steig stößt übers Galmenhorn und durch das Ofental, verspürte ich keine Lust. Denn der Nebel gab nur für wenige Momente mal etwas Sicht frei. So setzte ich nicht die Traverse fort, ohne genauen Zielpunkt zu haben. Sondern stieg über das Blockwerk nach Ende der letzten rot-gelben Markierung und letzten Steinmandl bergab bis zu einer vom Gletscher rund geschliffenen, gelben Felsrinne. Durch diese kletterte ich hinab zum weichen Endmoränen-Sand und Schutt der Gletschermulde. Dann rechts vom beginnenden Gletscherbach stieg ich weiter weglos unsteil hinab Richtung Täliboden. Dort traf ich auf blau-weiß markierten Steig, welcher vom Täliboden zum Mandellipass hinaufführt, jedoch in keiner o.g. Karte von SwissTopo eingezeichnet ist.
Im Fach mit Klappdeckel im Sockel des kleinen Gipfelkreuzes gibt es kein Gipfelbuch mehr. Wer bringt eines (mit Wetterschutzhülle) hinauf ?
Die Bergstation mit dem Gasthaus „Lago Smeraldo“ und Rifugio Oberto & Maroli waren schon geschlossen. Auf italienischer Seite fährt die Seilbahn im Sommer nur während der italienischen Ferienzeit. In der Wintersaison auch nur zeitweise.
Parkierungskosten am Stausee: CHF 3,00 (Stand 2017).
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10.10.2017 um 23:08
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By|Sn|Vy