Verhältnisse - Detail

Gipfel: Schartihöreli und Rinderstöckli, 1944 m.ü.M.

Route: von Gietisflue aufs Schartenhöreli und weiter aufs Rinderstöckli

Doris Dörig

Verhältnisse (Kurzeintrag via Mobile)

04.11.2017
Ausgezeichnet
Am Vortag hatte ich mit Erika Kempf (Tel. 041 878 10 17) vereinbart, dass sie mich um 7 Uhr mit der Seilbahn auf die Gietisflue bringt.
Kurze, steile Wanderung zur vorderen Wang und gemütlicher Aufstieg zum Schartihöreli (dessen Gipfel ich von meinem zu Hause in Schwyz aus sehe).
Bin lange am Gipfel gesessen und habe die Ruhe und den herrlichen Ausblick genossen. Weil es noch sehr früh am Morgen war, habe ich beschlossen, noch bis zum Oberberg zu gehen. Erika hatte mir verraten, dass es dort ein Massenlager gäbe, als Ausgangspunkt für die Besteigung des Gitschen. Und das wollte ich mir gerne ansehen.
Also bin ich in den Schatten des Gitschen eingetaucht und über gefrorene Waldwege bis zum Oberberg gegangen. Von dort aus habe ich in greifbarer Nähe ein Gipfelkreuz gesehen. Ich nahm mir vor, nur unter der Bedingung weiterzugehen, dass ich den Weg finde und er trotz Schnee gut begehbar ist. Das war auch der Fall und ich konnte die Markierungen, die aus dem Schnee herausschauten oder sogar auf Holzpfosten angebracht waren, gut erkennen. Bei der Querung des letzten Hanges lag in einer Rinne viel Hartschnee. Hier hätte ich den Pickel eingesetzt, wenn ich ihn dabei gehabt hätte. Da dies aber nicht der Fall war, habe ich mit meinen Wanderstöcken einen guten Halt gesucht und mit den Bergschuhen sichere Tritte in den Schnee geschlagen. So kam ich mit Herzklopfen über dieses Hindernis. Danach war der Weg wieder einfach zu begehen und ich wurde mit der Aussicht vom Rinderstöckli belohnt. Der ganze Unrnersee lag zu meinen Füssen und das Reussdelta sah ich aus der Google Earth Perspektive. Der Uri Rotstock und der Schlieren waren zum Greifen nah.
Das kleine Gipfelkreuz ist handgeschmiedet und wunderschön.
Weiter nach oben Richtung Gitschen konnte man nicht mehr gehen, da bereits zu viel Schnee auf dem steilen Hang lag.
Beim Rückweg freute ich mich, dass um die Mittagszeit sogar ein paar Sonnenstrahlen auf die Alp Oberberg trafen.
Der Rückweg über die Hintere Wang war schnell bewältigt und von der Gietisflue fuhr ich wieder mit der Bahn hinunter ins Chlital.
In der Bergstation hatte die Familie Kempf ihre Skitourenski deponiert, und ich verspürte bereits die Vorfreude auf den kommenden Winter.
Am 5. November schneit es und deshalb ist diese Tour bis zum Frühling 2018 nicht mehr zu empfehlen.
LAWINEN-PROGNOSE
SLF Lawinenkarte (Quelle: slf.ch)
 
WEBCAMS (im Umkreis von 5km)
 
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05.11.2017 um 15:41
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