Verhältnisse - Detail

Gipfel: Rothorn, 2813 m.ü.M.

Route:

Eichenberger Marc

Verhältnisse

23.07.2005
1 Person(en)
ja
Auf der Strasse vom Chummibort bis zur Wasserfassung, wo der Rämibach (oder auch Mättitalwasser) überquert wird, dann auf einem mit Steinmännern markierten Pfad über Rossbode auf die linke (im orographischen Sinne) Moräne des Rämigletschers (oder auch Mättitalgletscher). Diese hoch bis auf ca. 2460 m. Abbiegen Richtung N über den Roten Sulz über Schafpfade in die Lücke pt. 2652. Diese Lücke wird durch einen orangefarbenen Zaun versperrt, dass die Schafe des Mättitals nicht ins Saflischtal gehen, deshalb Türe wieder schliessen, wenn man die Absperrung passiert hat! In der Lücke wechselt die Gesteinsart vom Monte Leone - Gneis zu Dolomiten und Kalkschiefern dessen hier dünnen Sedimentbedeckung welche von den Metasedimenten der Sion - Courmayeur - Zone (rot anwitternde Kalkschiefer, Quartzite und Glimmerschiefer, Marmore) überfahren wird. Der erste Aufschwung aus rötlich anwitternden Kalkschiefern wird am schönsten über den Kamm begangen (Stellen II). Eine exponiertes horizontales Gratstück führt zu einem zweiten Aufschwung, der aus granatführenden Glimmerschiefern und Gneisen mit Blöcken (ein Wildflysch) besteht, der leicht erklettert wird. Ein dritter Aufschwung (granatführende Zweiglimmergneise, Gälmjigneis) wird ebenfalls über die Kante genommen. Nach diesem Aufschwung steht eine heterogene Kalk- und Glimmerschieferzone mit Blöcken (u.a. Metabasalte) an, die traversiert wird um das letze Gratstück aus Berisalgneisen zu erreichen über das man den Gipfel erreicht (wenige Stellen II). Abstieg über den W-Grat (Stellen II wenn man auf der Kante bleibt, sonst EB) in den Sattel pt. 2603 m und dann über Geröll zum Grängjierseewji ("Blausee" auf der LK). Dem Kontakt zwischen Monte Leone - Gneisen und Metasedimenten in westlicher Richtung folgen in die Lücke pt. 2652 m. Abstieg ins Mättital.
Einsame Gratwanderung. Sehr zu empfehlen ist die Begehung des ganzen Rückens vom Meiggerhorn (Gipfelkreuz und Besucherbuch) bis zum Rothorn mit der Möglichkeit über Oberblatthorn und Seewjihorn zum Saflischpass zu "verlängern". Das Meiggerhorn kann vom Saflichtal (EB) oder von Bodi aus (BG) erreicht werden. Die Zustiege aus dem Mättital auf den Rücken sind ausser dem Roten Sulz sehr steil (Trittsicherheit vonnöten), aus dem Saflischtal einfacher. Der ganze Rücken ist leicht zu begehen, vom Rothorn NE-Grat abgesehen, dessen Schwierigkeiten aber rechts (N) umgangen werden können. Die ganze Kette ist eine Alternative zum überlaufenen Saflischpass.
LAWINEN-PROGNOSE
SLF Lawinenkarte (Quelle: slf.ch)
 
WEBCAMS (im Umkreis von 5km)
 
Postcar fährt bis Binn. Leider ist der Fahrplan sehr schlecht abgestimmt. Der halb sieben Zug aus Brig trifft ca. 10 min nach der Abfahrt des ersten Postautos ins Binntal in Fiesch ein. Die letzen Talfahrten der Rosswaldbahnen sind um 18:15, 18:45 und 21:30. Uebernachtungsmöglichkeiten in Schmidigehiischere (Hotel Ofenhorn, Pension Albrun oder Restaurant Zur Brücke www.binn.ch ), im Heiligkreuz (Herberge "Zum Schmuggler", Tel. 027/971 46 85) oder Chummibort (Schmugglerhütte, auf Voranmeldung unter Tel. 027/971 46 85 oder www.schmuggler.ch ); der Rosswald bietet ebenfalls zahlreiche Unterkünfte (Restaurants Rosswald und Fleschboden (Massenlager), Hotel Klenenhorn, Restaurant Parkplatz www.rosswald.ch ).
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28.07.2005 um 17:51
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By|Sn|Vy