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DYNAFIT bereitet Speedbegehung am Cho Oyu (8.188 m) vor
Outdoor-Story
DYNAFIT bereitet Speedbegehung am Cho Oyu (8.188 m) vor
Die beiden Extrembergsteiger Benedikt Böhm und Sebastian Haag wollen erneut zu den höchsten Gipfeln der Welt aufbrechen. Zusammen mit dem kanadischen Extremskifahrer und Filmemacher Greg Hill geht es Mitte August zum 8188 Meter hohen Cho Oyu in Tibet.
Das Ziel des Teams: Die Speedbesteigung des sechsthöchsten Gipfels der Welt mit anschließender Skiabfahrt ins Basecamp. Ab Mitte August kannst du auf 4-Seasons.TV die komplette Expedition in spannenden Video-Beiträgen verfolgen!
Gerade mal 24 Stunden Zeit wollen sich die Bergsteiger für den Aufstieg zum 8188 Meter hohen Gipfel vom Basecamp auf 5700 Meter Höhe und die anschließende Skiabfahrt lassen. Dabei verzichten sie bewusst auf künstlichen Sauerstoff und die Zuhilfenahme von Hochträgern. Unterwegs sind sie nur mit minimalem Gepäck. Zwei bis drei Liter Wasser und 20-30 Powergels müssen für die 24 Stunden reichen. Kein Zelt kann im Notfall als Rückzugsort dienen. Der absolute Vorteil einer Speedbegehung ist dafür die relativ kurze Aufenthaltdauer in der Todeszone!
Im Gegensatz zu Speed-Begehungen sind die meisten Bergsteiger bei ihren Expeditionen nach wie vor im Alpinstil unterwegs: Sie errichten Lagerketten mit mehreren Höhenlagern, in denen sie beim Aufstieg übernachten. Der Gepäckbedarf erhöht sich entsprechend, weil sich die Bergsteiger für 4-5 Tage selbst versorgen müssen.
Obwohl Speedbergsteigen noch immer eine junge Disziplin des Alpinismus ist, gelten Benedikt Böhm (34) und Sebastian Haag mit ihren bisherigen Speedbegehungen am Gasherbrum II (8035m) und Mustagh Ata (7546m) und ihren Expeditionen am Manaslu (8136m) und Broad Peak (8051m) schon heute als absolute Profis der Szene.
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Episode 2: BENEDIKT BÖHM AM MOUNT FUJI (3.776 M)
Die Speedbesteigung des 8.188 hohen Cho Oyo in Tibet, dem sechsthöchsten Gipfel der Welt, rückt für Benedikt Böhm und Sebastian Haag immer näher. Mitte August machen sich die beiden Münchner Extrembergsteiger auf den Weg. Rund 350.000 Höhenmeter misst das jährliche Trainingspensum eines jeden der Athleten.
Episode 2 handelt von einer exotischen Trainingseinheit am Mount Fuji in Japan. Dort ist Benedikt Böhm in 3 Stunden und 29 Minuten auf den heiligen Berg gerast. Seine Japanischen Freunde freuten sich über die spannende Speed Begehung mit Skiabfahrt vom Gipfel.
Sengen Jinjya, Japan.
Der DYNAFIT Athlet Benedikt Böhm startet seine Speedbegehung auf den 3.776 Meter hohen Mount Fuji. Nach umfangreichen und traditionellen japanischen Vorbereitungen am Fuße des Berges, bricht der Speedbergsteiger mit einer kleinen Gruppe aus Top-Bergsteigern, Fotografen und einem Kameramann zur Besteigung auf. Die Kollegen sind überrascht, als Böhm nach 3 Stunden und 29 Minuten den Gipfel erreicht. Einheimischen Bergsteigern zufolge handelt es sich um die schnellste Skibesteigung des berühmten Berges. Es heißt, jeder Japaner sollte einmal in seinem Leben den Fuji bestiegen haben – für die meisten Bergsteiger stellen die 20 Kilometer und knapp 3.000 Höhenmeter aber mindestens eine ausgefüllte Tagesetappe dar.
Konohano Sakuyabime hat es gut gemeint mit den Teilnehmern der Speed Besteigung am Mount Fuji, der mit 3.766 Metern Japans höchster Berg ist. Denn die Göttin, die einer Sage nach auf dem Gipfel des Berges wohnt, könnte dazu beigetragen haben, dass die Besteigung bestens geglückt ist. Erst nach den traditionellen Ritualen zur Begrüßung des weiblichen Mount Fuji Gottes startet Benedikt Böhm am Sengen Jinjya auf 870 Höhenmeter. Das Tempeltor ist der offizielle Eintritt zum Mount Fuji. Diese traditionelle Route ist durch zehn ‚Stationen‘ gekennzeichnet. Die ersten sieben Kilometer läuft der Skitourenathlet mit Ski und Skischuhen auf dem Rücken bis zum Parkplatz Uma Gaeshi auf 1.490 Meter. Ab Uma Gaeshi geht es auf einem matschigen Trail zu Fuß weiter durch dichten Wald bis auf 1.840 Meter. Ab dieser Höhe beginnt die Begehung auf Ski und Benedikt Böhm bewältigt den teils vereisten Pfad bis ans Ende der Baumgrenze mit erstmalig freien Blick auf das großzügige weiße Gipfelplateau. Die Konditionen und das Wetter sind gut, nur im Gipfelbereich herrscht ein sehr strenger und kalter Wind. Ab einer Höhe von 2.900 Metern geht es nur mehr mit Steigeisen voran und eine Eispiste auf den letzten 600 Metern machen eine Abfahrt unmöglich.
Nach über 20 Kilometern und 2.929 Höhenmetern erreicht der Speedbergsteiger den Gipfel nach nur 3 Stunden und 29 Minuten. Sofort im Anschluss beginnt das Team um Benedikt Böhm den Abstieg, der ihm fast zum Verhängnis wird. Böhm verfängt sich in den Steigeisenriemen und stürzt über die Eispiste. Dabei verliert er seine Skier, die er erst 600 Höhenmeter tiefer wieder findet. Nach diesem kritischen Moment erreicht er schließlich das Tempeltor nach insgesamt 4 Stunden und 59 Minuten. Das perfekte Trainingslager für die bevorstehende Expedition!
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