TourenFührer - Gipfel

Filidor Verlag

Gipfel: Klettergebiet Ponte Brolla (Valle Maggia), 352 m.ü.M.

Klettergebiet Ponte Brolla (Valle Maggia)
352 m.ü.M.
CH - Tessin
701254 | 116085 (Schweiz)
46:11:19:N | 8:45:0:E
Plaisir SUD: Es war «Pesche» Wüthrich, welcher zusammen mit Martin Brunner in den 80er Jahren die ersten Routen (Robert Lembke, Müeslimann etc.) einbohrte. Später erkannte Häns Müller das riesige Potenzial für moderate Plaisirrouten. Systematisch und in jahrelanger Fleissarbeit hat er unzählige Routen eingerichtet. Dank seinem Gespür sind Klettereien von homogener Schwierigkeit entstanden, so dass alle, ihrem Niveau entsprechend, sicher vorsteigen können. Doch die vielfältige Kletterei auf den Sonnenplatten hat auch ihre Schattenseiten: Oft werden Routen blockiert, weil Seilschaften kreuz und quer durch die Wand klettern oder über überfüllte Touren abseilen, statt den Fussabstieg zu benützen – beispielsweise an der Placca di Tegna. Um diesem Übel entgegen zu wirken, hat Häns die Bohrhaken teilweise eingefärbt. Wer nicht gerade farbenblind ist, kann so den Routenverlauf besser erkennen. Spätestens im Sektor D (Est) ist für die meisten Plaisirkletterer der gemütliche Teil dieser Sportart vorbei, denn hier geht es trickreich und oft auch athletisch zu und her.

Extrem SUD: Ponte Brolla, der beliebteste und wohl auch beste Klettergarten im Tessin! Auf der geneigten Platte des Rovine del Castelliere vergnügen sich im Frühling und Herbst unzählige Plaisir-Fans in den Routen von Häns Müller. Erstaunlich lange hat es gedauert, bis die steile Ostseite erschlossen wurde. Erst als Pesche Wüthrich ab 1999 Hand- bzw. Bohrer anlegte, entstanden in kurzer Zeit mehr als 60 Routen von 5a bis 8b+! Die «King-Line» des Gebiets wurde jedoch schon viel früher, nämlich 1987, durch Susi und Edwin Good erstbegangen. «Schattenjagd» ist nicht nur optisch eine Augenweide, auch die Kletterei ist vom Allerfeinsten und sucht ihresgleichen im Tessin! Erstaunlicherweise entstanden auch noch in den letzten Jahren fantastische Routen wie etwa «L'artiglio del diavolo» von Dario und Rolf Koch oder «Il corvo» von Fabrizio Fratagnoli.
PRINT- ODER ONLINE-PUBLIKATIONEN ZU DIESEM GIPFEL (AUSWAHL)
Filidor plaisir SUD (2011)
Filidor extrem SUD (2014)
 
LAWINEN-AUSBLICK
SLF Lawinenkarte (Quelle: slf.ch)
 
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Nr. 4 vom 26.07.2015
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