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Gipfel: Mont Blanc/Monte Bianco, 4808 m.ü.M.

Mont Blanc/Monte Bianco
4808 m.ü.M.
F - Haute Savoie
555400 | 75907 (Schweiz)
45:50:00:N | 06:51:53:E
Er ist der unumstrittene König der Alpen, sein höchster Punkt liegt vollständig auf französischen Territorium.
Um es gleich vorweg zu nehmen: Der Mont Blanc wird zu oft massiv unterschätzt, seine von Frankreich her heraufführenden Normalrouten sind in der Saison fast täglich Schauplatz von tödlich ausgehenden Zwischenfällen. Der Mont Blanc führt die Berg-Unfallstatistik weltweit an!
Um die grösse des Berges und seiner Vasallen zu verstehen muss man die Karte zur Hand nehmen. Zwar liegt sein Gipfel wie erwähnt in Frankreich doch den grössten Anteil an Masse und Fläche nimmt Italien für sich in Anspruch.
Vom Gipfel nach Nord-Ost strebt ein mächtiger Grat aus dem sich der Mont Maudit und der Mont Blanc du Tacul hervorheben, er endet beim Col Midi wo sich das Refuge des Cosmiques befindet. Der Aufstieg über die Schultern des Tacul und des Maudit ist eine der ?Normalrouten?, vor allem weil sich die Seilbahn auf die  Aiguille du Midi anbietet. Nun weiter im Uhrzeigersinn um den Berg herum:
Auf der anderen Seite des Grat herrscht ein ganz anderes Bild, hier stürzt die Brenvaflanke zum gleichnamigen Gletscher ab. Von den Routen in der Brenvaseite kann nur der Eperon de la Brenva als einigermassen sichere Tour gelten. Es folgt der berühmte Peutereygrat mit den Ablegern Aiguille Blanche de Peuterey und Aiguille Noire de Peuterey. Einer der grossen Gratklassiker des Mont Blanc. Es schliesst sich die wildeste und unzugänglichste Seite an: Die Brouillard-Flanke: In ihr ein weiterer klassischer Anstieg, der Innominatagrat In dieser Flanke wurde Alpine Geschichte geschrieben- Frêneypfeiler und Broillardpfeiler: Ehemaliger Tummelplatz von Walter Bonatti und Konsorten?! Nun anschliessend die Trennline zur Miageflanke, der Brouillardgrat mit den Vorgipfeln Punta Baretti und Mont Brouillard. Die drei grossen Grate Peuterey, Innominata und Brouillard laufen beim Grenzgipfel Mont Blanc de Courmayeur zusammen, er wird vom flachen Sattel des Col Major vom Hauptgipfel getrennt. Die Miageflanke weist mit dem Tournettesporn eine schöne Alternative zu den üblichen Normalrouten auf. Nun stösst man mit dem Bionnassaygrat wieder auf die Grenze zu Frankreich, über diesen Grat führt der Normalweg von Italien herkommend. Beim  Dôme du Goûter vereinigt sich die Italienerroute mit dem zweiten, weitaus am meisten frequentierten französischen Normalweg-der Goûterroute-und setzt sich als Bossesgrat zum Gipfel fort. Die Route über Goûter ist guten Alpinisten NICHT zu empfehlen da sie praktisch rund um die Uhr (kein Witz) mit hunderten von Dilettanten überlaufen ist. Erwähnenswert natürlich noch zum Schluss die Route die sich von Refuge des Grands Mulets CAF via Petit- und Grand Plateu zum Col du Dôme hochzieht, dies ist auch die meistbenützte Skiroute-allerdings wird sie auch im Sommer benützt, meist im Abstieg da man hier schnell an Höhe verliert. Der Mont Blanc weist über 100 (einhundert!) Routen auf die zum Dach der Alpen führen, routinerte Alpinisten finden darunter bestimmt einen einsamen Aufstieg ganz auf ihre Bedürfnisse ausgerichtet.
Keine ÖV-Haltestellen hinterlegt
PRINT-PUBLIKATIONEN ZU DIESEM GIPFEL (AUSWAHL)
Rother Skitourenführer Mont Blanc (2. Auflage 2015)
 
WETTER-AUSBLICK
Wettervorhersage für Mont Blanc (Quelle: meteomedia.de)
 
Nr. 7 vom 31.08.2016
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