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Haldensteiner Calanda, 2806 m
Überschreitung Rossfallenspitz - Napoleon - Haldensteiner Calanda 
Arno Arpagaus (Tourenleiter)
jak, Arno Arpagaus
09.09.2012, 21:18
795 mal angezeigt
Überschreitung Rossfallenspitz - Napoleon - Haldensteiner Calanda
Berg-/Hochtour (Sommer)
LKS 1175 (Vättis), 1:25000
200 m
2.5 Stunden
46:53:59:N | 9:28:2:E 754564 | 196302 (Schweiz)
Diese Überschreitung bedeutet im Sommer die logische Fortsetzung, da hiermit eine Rundtour absolviert werden kann.
Die Geschichten um diese Tour sind so zahlreich wie schauerlich. Um diesen auf die Spur zu kommen, haben wir uns zu zweit mit wachen Augen und damit verbunden mit dem Suchen zahlreicher Varianten auf den Weg begeben.
Eines vorweg: Wer diese Tour zum erstenmal absolviert, ist mit einer mindestens 20m langen Reepschnur als Rückzugshilfe gut bedient. Wesentlich besser ist allerdings ein 30m Einfachseil.
Der gut 1km lange Grat lässt sich in drei Abschnitte Gliedern, welcher jeder durch eine markante Scharte gebildet wird.
1. Etappe: Rossfallenspitz bis "Luggen" (LK 1:25'000 Vättis)
2. Etappe: "Luggen" über Napoleon bis zur darauf folgenden Scharte, die ins Hintertal hinunter führen würde
3. Etappe: "Hintertal-Scharte" bis Gipfel.
Etappe 1: Alles am Grat oder leicht in der SE-Seite kletternd begint die Überschreitung gleich mit einem "Platten-Zweier", d.h. zwei kurze Kletterplatten auf den erten 100 Metern. Wer hier schon Mühe bekundet, sollte sich die Überschreitung aus dem Kopf schlagen...
Der folgende "grüne Grat" wird von der SE-Seite her über Rasenbänder bis auf den Grat erstiegen. Der Abstieg in die "Luggen" ist einfach. Hier könnte man noch ins Mittler Tal aussteigen.
Etappe 2: Deutliche Wegspuren führen zuerst leicht, später stärker ansteigend ohne Kurven in die NW-Wand des Napoleons. Nun kann weiter einem Band gefolgt werden, bis dieses jäh vor einer Schlucht endet. Kurz davor - oder auch schon früher - gelangt man in leichter Kletterei wieder links auf den Grat zurück. Von einer kleinen Scharte aus bäumt sich der Gipfel des Napoleons auf. Der einfachste "Weg" führt nun durch einen Riss etwa 10m südlich hinunter, um dann gleich wieder auf der SE-Seite über Rasenbändern an Höhe zu gewinnen, um den Napoleon-Gipfel zu erreichen. Von diesem dem Mättneregg-Grat etwa 30 Höhenmeter abwärts folgend, bis einfachere Platten Richtung "Hintertal-Scharte" weisen (ca. 30m Höhenunterschied). Am besten seilt man sich ab, oben sind einige Schlingen und ca. 15m weiter unten befindet sich ein Bohrhaken mtit Mailot-Karabiner. Diese 3-er Stelle ist sehr kurz und führt entweder über Platten oder eine Verschneidung 5 Höhenmeter hinunter auf einen guten Stand. Von hier noch 30 m horizontal in die Scharte.
Etappe 3: Von der Hintertal-Scharte direkt auf einem mässig ansteigenden und gut mit Griffen bestückten Sims gegen rechts auf eine Gratkanzel (ca. 12m, II, ausgesetzt, kann mit Schlingen gesichert werden.) Nun gelangt man erstaunlicherweise unmittelbar in einfachstes Gehgelände. Hier gibt es auch deutliche Wegspuren, die unmittelbar via NE-Seite unter die Calanda-Gipfelfelsen führen. Wir entschieden uns, direkt zu diesen hinauf zu klettern, anstatt weiter im Schottergelände der NE-Seite diese schöne Kletterei zu umgehen.
Die Gipfelfelsen sind etwa 40 m lang und können gut überstiegen werden. Man folgt alles der Gratkante, auch wenn der erste Zacken etwas abweisend wirkt.
In lohnender Kletterei zum Gipfelkreuz.
Fazit: Wir sind 95% des Grates gemeinsam geklettert. Der schwierigste Abschnitt ist die 2. Etappe. Hier ist die Wegfindung anspruchsvoll und die Auf- und Abstiege unmittelbar beim Napoleon sind doch etwas ausgesetzter als der Rest der Tour.
Der Fels ist meist besser als es von Weitem den Anschein macht. Die nötige Vorsicht durch ständiges Prüfen "was man in den Händen hält", ist aber sehr zu empfehlen.
Eine unvergessliche Tour, die jedem gefällt, der nicht gleich hörnligratmässig anstehen möchte und Freude an pionierhaftem Alpinklettern hat.
Die Geschichten um diese Tour sind so zahlreich wie schauerlich. Um diesen auf die Spur zu kommen, haben wir uns zu zweit mit wachen Augen und damit verbunden mit dem Suchen zahlreicher Varianten auf den Weg begeben.
Eines vorweg: Wer diese Tour zum erstenmal absolviert, ist mit einer mindestens 20m langen Reepschnur als Rückzugshilfe gut bedient. Wesentlich besser ist allerdings ein 30m Einfachseil.
Der gut 1km lange Grat lässt sich in drei Abschnitte Gliedern, welcher jeder durch eine markante Scharte gebildet wird.
1. Etappe: Rossfallenspitz bis "Luggen" (LK 1:25'000 Vättis)
2. Etappe: "Luggen" über Napoleon bis zur darauf folgenden Scharte, die ins Hintertal hinunter führen würde
3. Etappe: "Hintertal-Scharte" bis Gipfel.
Etappe 1: Alles am Grat oder leicht in der SE-Seite kletternd begint die Überschreitung gleich mit einem "Platten-Zweier", d.h. zwei kurze Kletterplatten auf den erten 100 Metern. Wer hier schon Mühe bekundet, sollte sich die Überschreitung aus dem Kopf schlagen...
Der folgende "grüne Grat" wird von der SE-Seite her über Rasenbänder bis auf den Grat erstiegen. Der Abstieg in die "Luggen" ist einfach. Hier könnte man noch ins Mittler Tal aussteigen.
Etappe 2: Deutliche Wegspuren führen zuerst leicht, später stärker ansteigend ohne Kurven in die NW-Wand des Napoleons. Nun kann weiter einem Band gefolgt werden, bis dieses jäh vor einer Schlucht endet. Kurz davor - oder auch schon früher - gelangt man in leichter Kletterei wieder links auf den Grat zurück. Von einer kleinen Scharte aus bäumt sich der Gipfel des Napoleons auf. Der einfachste "Weg" führt nun durch einen Riss etwa 10m südlich hinunter, um dann gleich wieder auf der SE-Seite über Rasenbändern an Höhe zu gewinnen, um den Napoleon-Gipfel zu erreichen. Von diesem dem Mättneregg-Grat etwa 30 Höhenmeter abwärts folgend, bis einfachere Platten Richtung "Hintertal-Scharte" weisen (ca. 30m Höhenunterschied). Am besten seilt man sich ab, oben sind einige Schlingen und ca. 15m weiter unten befindet sich ein Bohrhaken mtit Mailot-Karabiner. Diese 3-er Stelle ist sehr kurz und führt entweder über Platten oder eine Verschneidung 5 Höhenmeter hinunter auf einen guten Stand. Von hier noch 30 m horizontal in die Scharte.
Etappe 3: Von der Hintertal-Scharte direkt auf einem mässig ansteigenden und gut mit Griffen bestückten Sims gegen rechts auf eine Gratkanzel (ca. 12m, II, ausgesetzt, kann mit Schlingen gesichert werden.) Nun gelangt man erstaunlicherweise unmittelbar in einfachstes Gehgelände. Hier gibt es auch deutliche Wegspuren, die unmittelbar via NE-Seite unter die Calanda-Gipfelfelsen führen. Wir entschieden uns, direkt zu diesen hinauf zu klettern, anstatt weiter im Schottergelände der NE-Seite diese schöne Kletterei zu umgehen.
Die Gipfelfelsen sind etwa 40 m lang und können gut überstiegen werden. Man folgt alles der Gratkante, auch wenn der erste Zacken etwas abweisend wirkt.
In lohnender Kletterei zum Gipfelkreuz.
Fazit: Wir sind 95% des Grates gemeinsam geklettert. Der schwierigste Abschnitt ist die 2. Etappe. Hier ist die Wegfindung anspruchsvoll und die Auf- und Abstiege unmittelbar beim Napoleon sind doch etwas ausgesetzter als der Rest der Tour.
Der Fels ist meist besser als es von Weitem den Anschein macht. Die nötige Vorsicht durch ständiges Prüfen "was man in den Händen hält", ist aber sehr zu empfehlen.
Eine unvergessliche Tour, die jedem gefällt, der nicht gleich hörnligratmässig anstehen möchte und Freude an pionierhaftem Alpinklettern hat.
Not-Strick von min. 20m Länge reicht für erfahrene Bündner-Schiefer-Kletterer.
Keine ÖV-Haltestellen hinterlegt
Aktuell keine Bilder verfügbar
Wettervorhersage für Haldensteiner Calanda (Quelle: meteomedia.de)
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