Verhältnisse - Detail

Gipfel: Blinnenhorn u. a., 3373 m.ü.M.

Route: Rundtour vom Val Formazza (4 Tage)

gemsi

Verhältnisse

21.04.2019
4 Person(en)
ja
Ausgezeichnet
Insgesamt noch gute Schneelage im Gebiet. Wir konnten direkt im Tal (Liftstation in Valdo auf knapp 1.300 m) starten und problemlos bis Riale am Ende des Formazzatals abfahren. Erstaunlich wenig Betrieb überall, weder die Hütten noch die Gipfel waren übermässig frequentiert. Das Wetter gestaltete sich durch die Südströmung recht wechselhaft, von dichtem Nebel bis Sonne und Hitze war alles dabei. Ebenso unterschiedlich die Schneeverhältnisse: je nach Wetter, Höhenlage und Exposition Harsch, pistenartig, Firn, Sulz oder Pulver, nie jedoch wirklich schlecht.

Zustieg Rif. Margaroli: Statt der geplanten Auffahrt mit der Sesselbahn Aufstieg mit Ski, da die Bahn nur noch zu bestimmten Zeiten für Tourengänger in Betrieb ist und zudem die Piste noch bis in´s Tal reichte. Wenig Sonne, aber gute Sicht.

Ofenhorn: Aufstieg in völligem Blindflug, dank GPS und vorhandener Spur auch im Nebel machbar. Erste Aufhellungen leider etwas spät, aber immerhin noch rechtzeitig für die Abfahrt, die vor allem am Gletscher dann noch recht gute Verhältnisse aufwies.

Hohsandhorn & Blinnenhorn: Morgens nach kurzer Abfahrt zum Gletscher Aufstieg zum Hohsandhorn bei wolkenlosem Himmel. Alleine am Gipfel mit weitreichendem Panorama. Auf dem Rückweg Höhe haltend ohne Anfellen zur Hütte zurück. Danach gg. 9.30 h weiter zum Blinnenhorn, wobei die steilen Südhänge oberhalb des Rif. Claudio e Bruno gerade etwas aufgefirnt waren (sollten nicht zu spät angegangen werden). Nach raschem Wolkenaufzug pünktlich am Gipfel Nebel, Wind u. 10 m Sicht. Dafür dann Traumpulver im oberen Teil des Gletschers. Vom Griessee kurzer Gegenanstieg, dann - mittlerweile wieder bei Sonne - seehr lange und flache Passage zur Cap. Corno Gries.

Grieshorn: Ab der Scharte zw. Grieshorn u. kl. Grieshorn zu Fuß mit Steigeisen durch die Südflanke, da diese morgens noch hart und mit Schneebollen übersät war (Skispur war jedoch auch vorhanden). Der bröselige Westgrat sah wenig einladend aus. Unmittelbar vom Gipfel dann etwa 15 hm sehr steiler Firnabstieg zum NO-Grat. Abfahrt über das Rif. Maria Luisa nach Riale in Firn und Sulz bei erst diffuser, später wieder guter Sicht und Sonne.

LAWINEN-PROGNOSE
SLF Lawinenkarte (Quelle: slf.ch)
 
WEBCAMS (im Umkreis von 5km)
 
Alle Hütten waren sehr nett, besonders hervorzuheben ist jedoch das Rif. Claudio e Bruno. Dieses wird während der Skihochtourenzeit von jungen Leuten der O.M.G. bewirtschaftet, die hier unentgeltlich und sehr engagiert arbeiten und damit Projekte in Lateinamerika unterstützen. Idealer Stützpunkt für die Durchquerung.

Ursprünglich war die Tour vom Binntal aus geplant; da die Binntalhütte jedoch wg. Umbau geschlossen und die kleine Mittlenberghütte ausgebucht war, ergab sich mit dem Val Formazza als Start- und Endpunkt auch eine sehr schöne Runde.

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23.04.2019 um 11:38
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