Verhältnisse - Detail

Gipfel: Itonskopf, 2089 m.ü.M.

Route: Wannaköpfle-Itonskopf-Runde

Kauk

Verhältnisse

24.05.2019
1 Person(en)
ja
Machbar
Die Schneeschuhe blieben im Auto, eine vertretbare Entscheidung (bei spätem Start oder fehlender Abstrahlung vielleicht sinnvoll). Die Route ist hier bei Hikr schon öfter beschrieben worden, vor Ort gibt es Dank einiger Wanderkarten und einer guten Beschilderung eigentlich keine Probleme. Es sei denn, der Weg ist Meterhoch unter Schnee verborgen. Mit einer guten Portion Orientierungssinn geht das aber auch, zumal zum Wannenköpfle und auch zum Itonskopf eine Spur vorhanden war. Dazwischen aber war es alles unberührt von Menschen. So durfte ich mich durchwühlen, zumindest zeitweise sank man bis zum halben Oberschenkel ein. Aber auch fast noch tragende Passagen waren dabei. Bis Monteneu kommt man fast ohne Schneekontakt, aber ab dann hat es viel Schnee. Da liegt sicher mehr als in schlechten Hochwintern. Vorteil ist, dass man die ganzen Latschenfelder noch so gut wie ohne Gefahr vor Einbrechen queren kann.

Nach dem direkten Abstieg vom Wannaköpfle peilte ich zunächst den Kessikopf an. Der Aufstieg direkt an der Gratkante durch die Latschen schien mir nicht möglich. Deshalb querte ich zunächst auf der Südseite, als ich in Falllinie vom Gipfelaufbau eine apere Stelle nutzen konnte. Danach nochmal im Schnee an die Felsen heran und nach Osten gequert, bis eine deutliche Rinne den Durchlass zum Grat vermittelt. Der bröselige Untergrund und die Steilheit machen die Sache anspruchsvoller als gedacht, gut das man sich an Latschen festhalten kann (T4-). Nun unterhalb der Wächten nach Westen zum Gipfel. Im Abstieg dann länger dem aperen Teil des Grats gefolgt und ungefähr zum Wanderweg gequert. Der Aufstieg zum Itonskopf wird zunächst durch Schnee erleichtert. Der Ausstieg ist etwas knifflig, aber machbar. Die Seilsicherungen sind abgebaut, aber das stellt bei guter Stufung kein Problem dar (etwas leichter als der Kessikopf).

Der Abstieg entlang des Wanderwegsverlaufs war dann gespurt. Der Alpweg zurück zum Fritzensee ist dann noch gut von Schnee bedeckt, bis deutlich unter 1700 Meter.
Noch dürften die Spuren nutzbar bleiben, nach dem Wetterumschwung nächste Woche muss man neu schauen. Keine Ahnung wie lange, aber ich denke die Schneemassen liegen noch eine ganze Weile.
http://www.hikr.org/tour/post143113.html Bericht mit mehr Bildern auf Hikr.org
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25.05.2019 um 00:01
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