Verhältnisse - Detail

Gipfel: Yosemite Ranger Rock

Route: CS Concerto (5.8)

Ruedi Bergsport Urs Odermatt

Verhältnisse

09.10.2019
2 Person(en)
Sehr wenige (max. 5 Personen)
ja
Ausgezeichnet
Hier waren die Verhältnisse ausgezeichnet. Allerdings wollten wir ursprünglich die After Six klettern, die aber derart von langsamen Seilschaften blockiert wurde, dass wir dem verlockenden Riss der Concerto folgten, was wir gar nicht bereuten. Im Gegenteil. Concerto ist noch etwas abwechslungsreicher und interessanter als After Six. Allerdings auch schwieriger und mit je einem Runout in der ersten und dritten Seillänge. Dazu muss man sagen, dass die Bewertung hier für Yosemite sehr vernünftig ist, also kein gefährlicher Sandbag. So gesehen sind dann auch die RunOuts gut machbar, wenn man den Schwierigkeitsgrad von 5b souverain im Griff hat. Stürzen darf man dann aber schon nicht, es sind etwa 5-6 Meter vom letzten Cam zur nächsten Sicherung. Aber eingermassen griffige Wandkletterei, also keine fiese Platte.
Bis Ende Oktober bleibts noch voll. Danach wirds besser.
Für mich war es das erste und vermutlich auch letzte Mal im Oktober im Yosemite. So gut die Klettereien auch sein mögen, es hat einfach zu viele Leute. Hier nur ein paar kleine Beispiele auf was man sich einstellen muss:
El Cap Freeblast: Erster Versuch um 7 Uhr morgens. Eine tschechische Seilschaft klettert alles technisch und versperrt den Weg. 3 weitere Seilschaften ziehen mit uns unverrichteter Dinge wieder ab. Am nächsten Tag starten wir um 6 Uhr und schliessen schon bald auf eine koreanische Seilschaft auf, die bereits in der Nacht gestartet sein muss. Zum Glück geben sie bei der berühmten Plattenstelle auf und wir haben freie Bahn.
El Cap Nose: täglich starteten 5-7 Seilschaften. Bei der Travers zu den Stovelegs Cracks wie immer ein Riesenstau. Meistens reicht es nur den ersten 2-3 Seilschaften, bei Tageslicht die Biwakplätze zu erreichen. Die Meisten Seilen wieder ab.
After Six: In diesem berühmten Genussklassiker reihen sich Seilschaft an Seilschaft. Wir überholten ein Team, das bereits in der 3. Länge war als wir los kletterten.
Super Slacker Highway: Eine Österreichische Dreierseilschaft verbrachte (blockierte) sage und schreibe 8 Stunden in der Tour und trieb neben uns noch zwei weitere Seilschaften in die Verzweiflung, beziehungsweise zum Rückzug.
Schlussendlich beschränkten wir uns auf Einseillängen Touren und hatten eine menge Spass dabei. Geplant war es aber irgendwie anders.
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09.10.2019 um 10:58
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