Verhältnisse - Detail

Gipfel: Ruine Kronegg Hike-und Bike, 740 m.ü.M.

Route: Burgholz-Kronegg-Oey-Burgholz

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Verhältnisse

30.07.2020
2 Person(en)
ja
Ausgezeichnet
Im Internet steht folgender Quatsch: "Kronegg ist eine vielbesuchte Burg, romantisch gelegen, prächtiger Aussichtspunkt, das Erklettern der Ruine ist nicht ganz gefahrlos". Davon stimmt eigentllich praktisch nichts, man hat den Eindruck, dass der Autor dieser Zeilen überhaupt nie auf der Burg war. Die Burg existiert zwar, aber man muss sie suchen wie die Nadel im Heuhaufen, steht die Burg doch mitten im Wald, und ausser ein paar kleiner Mauerreste, ist von dieser Burg aus dem 13. Jh. nicht viel übrig geblieben. Das meiste Baumaterial (d.h. die Steinblöcke) hat man hinunter nach Wimmis transportiert für die Erweiterung des Schlosses Wimmis. Es braucht eine gute "Burgspürnase" um den "romantisch gelegenen Aussichtspunkt" überhaupt zu finden.
Start oben in Burgholz von der Strasse nach Wimmis, auf Höhe 720 abzweigen, bis zu einem grossen Parkplatz. Man nimmt den markierten Pfad , steigt ab zu der Trockenmauer, quert die grosse Burgholzwiese und quert auf einem Metallbrücklein eine trockene Bachrinne. Nach etwa 50m Abstieg, macht der Weg eine Biegung nach rechts (im rechten Winkel). Da wo am Rande eine kleine Informationstafel (keine Information über die Burg) steht, verlässt man den markierten Pfad und hält im rechten Winkel nach links. Hier ist keine Pfadspur vorhanden,dafür umsomehr Gestrüpp am Fusse eines kleinen Hügels, hier leicht aufsteigen. Nach ca 100m flach ändert man die Richtung nach rechts zum schon aus der Ferne guthörbaren Bach, dem sog. Höllgraben (viel Wasser). Den Höllgraben kann man mit der nötigen Vorsicht, an verschiedenen Stellen queren, ca auf Höhe 705. Auf der linken Bachseite ist ein Gestrüpp und Steinwirrwar, absolut ohne Pfadspuren. Das Ziel--der Grat zur Burgruine--erreicht man nicht im direkten Aufstieg, sondern man hält ziemlich flach nach rechts. Nach kurzer Distanz in dem Gestrüpp entdeckt man eine sehr gute Pfadspur, die nicht sehr steil zum Grat aufsteigt (das ist die Schlüsselstelle, schwierig ist der Anfang dieses Pfades zu finden, sonst sucht man vergeblich nach der Burg). Von da ist der Pfad klar, schnell erreicht man den Grat auf Höhe ca 715. Jetzt immer in der Pfadspur über den Grat zur Burgruine. Auf 740 steht man im dichten Wald (Aussichtspunkt!!) vor den zwei Burgfelsen. Für den weiteren Aufstieg bieten sich zwei Möglichkeiten: der eine Pfad steigt auf der NW Seite auf, dann hält er links zum Grat, den man auf der Höhe 750 erreicht. Die schönere Variante : zwischen den beiden Burgfelsen auf die SO Seite wechseln, dann immer weiter dem Grat folgen. Der Aufstieg über den Grat bis 805 , von wo es wieder zwei Varianten gibt: die bessere ist rechts auf dem Grat bleiben und oberhalb der grossen Felsspalte erreicht man den höchsten Punkt des Grates 830. Hier verlässt man den Grat . Man hält links auf der Pfadspur etwas hinunter, wo man auf 825 einen breiten Weg findet. Nun aufsteigen zu 845, wo man in einer Serpentine das Strässlein erreicht. Auf 855 gabelt sich das Strässlein , der alte Weg hält rechts aufsteigend , der neue Fahrweg geht nach links.Hier besteigen wir die deponierten MTB und fahren zurück zum Ausgangspunkt mit dem Velo. Schnell erreicht man die "Chesselstrasse" (Restaurant seit mehreren Jahren nicht mehr in Betrieb) und auf dem kl Strässlein fährt man hinunter. Wenn man Hasli (750) erreicht, kann man den Abstecher zu der nahen Burgruine Grafenstein machen. Es gibt dort praktisch keine "Rückstände" der Burg. Weiter hinunter nach Oey.Man könnte auf der Asphaltstrasse weiterfahren; wir nehmen das Strässlein oberhalb der Bahnlinie, kurz nachdem das Strässlein am grossen Grillplatz endet, erreicht man die Brücke über den Höllgraben. Bevor man die Brücke quert, gibt es noch eine dritte Möglichkeit, um die Kronegg zu erreichen, und zwar in der sehr steilen Flanke von Eggwald (der Name Eggwald kommt von Kroneggwald), erreicht man absolut weglos ebenfalls die Burgruine.
Die beschriebenen Routen sind T3 plus.
LAWINEN-PROGNOSE
SLF Lawinenkarte (Quelle: slf.ch)
 
WEBCAMS (im Umkreis von 5km)
 
Die Burgruine Kronegg ist zwar auf der Karte eingetragen, aber die Pfade sind nicht eingetragen. Wenn man das Gelände nicht gut kennt, sind sie sehr schwierig zu finden. Informationen in Oey etc haben wir keine bekommen.Die Tour zur Ruine Kronegg ist technisch sicher nicht so schwierig wie die Burgruine Gaffer Tschingge auf der andern Talseite, dafür aber geländetechnisch viel anspruchsvoller und abwechslungsreicher.

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30.07.2020 um 22:29
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