Verhältnisse - Detail

Gipfel: Furggengütsch, 2188 m.ü.M.

Route: Ostgrat ab Kemmeriboden

snowmax

Verhältnisse

09.10.2020
3 Person(en)
Sehr wenige (max. 5 Personen)
ja
Ausgezeichnet
Wir haben die Überschreitung nach dem Furggegütsch fortgesetzt über die drei Bären, Hohgant, Aff, Hohgant West und Abstieg nach Innereriz, wo es nach 9 Stunden Unterwegszeit (mit nur kurzen Pausen) grad noch für ein Bier vor dem letzten Bus gereicht hat.
Von Kemmeriboden 2 km die Strasse hoch, dann beim Hübeli rechts ab. Bei der Ruine zweigt ein unmarkierter Wanderweg ab. Den Birchegütsch haben wir verpasst, den Brünneligrind nicht und sind von da an mehr oder weniger immer auf dem Grat entlang bis zur Tobleronehütte Pt. 1835, teils durch Karrenfelder. Wer sich hier nicht «einturnen» mag, kann den Wanderweg nehmen, der immer in der Nähe ist.
Der Ostgrat ist eher ein schwieriges T5. Besonders der erste Aufschwung direkt ab dem Wanderweg Luterschwändi ist aufgrund eines Felsabbruchs schwieriger geworden. Der obere Teil des Aufschwungs ist nun eher ein III, mit kleinen guten Tritten, aber eher schlechten Griffen. Für zwei von uns wäre ohne eine Seilsicherung hier wohl schon Umkehr gewesen. Weiter hoch im Gras, dann unter einer Felswand kurz links und wieder hoch. Danach darf man sich nicht von Wegspuren nach links ablenken lassen, sondern ersteigt den nächsten Aufschwung direkt bis zu einem Spreizschritt und einer heiklen Traverse nach links. Die sieht von weitem übel aus, ist aber dann doch recht einfach. Danach wieder steil weiter rauf bis zum Schlussaufschwung, ein kurzes sehr luftiges Couloir. Dann hat man es geschafft. Vom Einstieg an ist der Rest T5 bzw. II. Wenn man also den ersten Aufschwung meistert, schafft man auch den Rest. Der Ostgrat ist ein abwechslungsreiches, sehr luftiges Bijou. Wir haben etwa eine Stunde für ihn gebraucht. Es hatte zwischendrin Schneereste, die aber kaum störten. Nur das Schlusscouloir war der Tatsache geschuldet, dass die empfohlene etwas einfachere Variante über ein Couloir weiter rechts aufgrund von Schneeflecken in der ausgesetzten Traverse dorthin für uns nicht in Frage kam. Wir wissen auch nicht, ob das dort wirklich einfacher wäre.
Vom Furggegütsch kurz gemütlich dem Wanderweg entlang und dann noch die 3 Bären mitgenommen. Hier ist v.a. das Einstiegscouloir mit dem Klemmblock etwas schwieriger und bei den Abstiegen der drei Bären ist jeweils Vorsicht geboten. T5/II. Eine kurze und kurzweilige Überschreitung. Danach folgt der Hohgant, der Aff (wird als T3 beschrieben, ist aber eher ein T3+ oder T4-), und die beiden Hohgant-West-Gipfel. Abstieg im schönsten Spätnachmittagslicht nach Eriz.
Mit dem Schnee am Samstag nicht mehr empfehlenswert.
WETTER-PROGNOSE
Wettervorhersage für Furggengütsch (Quelle: meteomedia.de)
 
LAWINEN-PROGNOSE
SLF Lawinenkarte (Quelle: slf.ch)
 
WEBCAMS (im Umkreis von 5km)
 
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10.10.2020 um 13:18
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