Verhältnisse - Detail

Gipfel: Schafreiter / Scharfreuter, 2101 m.ü.M.

Route: P 854 / Oswaldhütte – Rumelau – Mooslahneralm – Westkamm – Schafreiter - retour

AndréTT

Verhältnisse

13.02.2021
1 Person(en)
Sehr viele (über 50 Personen)
ja
Ausgezeichnet
Tourenbeginn um 06:00 Uhr bei -16°C unter sternenklarem Himmel. Tagsüber wurde es in der Sonne -4°C warm. Nur kurzzeitig kam morgens der eiskalte Ostwind auf. Der Forstweg ist im unteren Drittel an einigen Stellen nicht, oder kaum schneebedeckt. Ein kleiner Murenabgang bescherte dem Forstweg an einer Stelle einen großen Felsstein mitten auf dem Weg und nach der Kehre darüber umgestürzte Bäume und Steine. Ab der Mooslahneralm lag ca. 10 cm Pulverschnee von vorgestern. Im Kammbereich herrschten windgepresste, oder abgewehte Verhältnisse. Eine gute ausgetretene Spur von gestern ist vorhanden („Autobahn“).
Obere Hälfte
Pulverschnee
Untere Hälfte
Firn/Hartschnee
Eher weniger heikel als Bulletin
Diese Route ist wohl der Winterrouten-Klassiker im Karwendel schlechthin. In jeglicher Hinsicht: Nicht zu lang. Nicht schwer zu erreichen. Von München nicht weit weg. Gut abzufahren (wer kann). Super Panorama ins Bayrische Voralpenland und über die Karwendelketten. Bei schönem Wetter stets überlaufen. Also beste Voraussetzungen für einen Landkreis südlich von München, sich eine fragwürdige Praxis angeeignet zu haben, Natursuchenden ihr Vergnügen zu versauern.
Diese Praxis wird darum nun dem Petitionsauschuss des Bayerischen Landtages vorgelegt.
Ich war der erste am Morgen, der mit Sirnlampe startete. Dadurch konnte ich am 3. Parkplatzbereich direkt gegenüber dem Anfang des Forstweges parkieren und gleich die Schneeschuhe anschnallen. Unterwegs überholten mich 6 Skitourengänger, die ich am Depot, bzw. am Gipfel wieder antraf (09:00 Uhr). Im Abstieg begegneten mir über 200 Skitourengänger, sowie 3 SS-Läufer und 2 Fußgänger mit Hund.
Gegen 12:00 Uhr beobachtete ich auf der Rückfahrt das Treiben des NS-Ranger-Pärchens in ihrem Diesel-Jeep auf der Landstraße, wie sie wieder massenweise die bunt gedruckten Zettelchen hinter die Scheibenwischer der Autos klemmten, welche außerhalb der ausgeschilderten Parkierungsflächen standen. Deren Treiben ist jedoch nicht neu. https://www.merkur.de/lokales/bad-toelz/lenggries-ort28977/falschparker-im-naturschutzgebiet-wehrt-sich-gegen-strafzettel-ist-abkassieren-13781865.html?fbclid=IwAR1Qmk0Pw7nc6Foh1n0dLXl59_URwBHwsVP0fUe-DeFDOsxUq0Vg7ucViQI
Weil jedoch Parken am Straßenrand gem. § 12 (4) StVO i.V.m. Art. 2 Nr. 1b BaystrWG nicht verboten ist, sofern keine Parkverbotsschilder wie im vorliegenden Fall aufgestellt sind, empfehle ich jedem, Widerspruch gegen den Bescheid einzulegen. Meist trifft dieser Bescheid über € 55,00 (Stand: 2021) erst nach 5 Monaten ein (im Rahmen der zweijährigen Verjährungsfrist bei NSG-Ordnungswidrigkeiten). Zur Begründung eines erfolgreichen Widerspruchs mag man sich auf fehlenden Sichtbarkeitsgrundsatz berufen. Am besten mit Zeugen darüber. Denn die kaum sichtbare Verbotstafel der NS-Behörde am Ortsausgang von Vorderriß entspricht weder den Vorgaben der StVO, noch ist sie im Dunkeln erkennbar und war zudem verschneit …
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14.02.2021 um 17:48
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