Verhältnisse - Detail

Gipfel: Passo di Sauti / Bocchetta di Sautir, 1610 m.ü.M.

Route: 2-Tagestour (1. Tag: Bettola – Mot i Sass – A. Corte – Or Piciocch – Balma dül Giuvann - Asaa – Funtanin – A. Sauti - Passo Sauti – A. Rodugno – A. Orfalecchio – Bivacco Orfalecchio)

AndréTT

Verhältnisse

20.11.2021
1 Person(en)
Sehr wenige (max. 5 Personen)
ja
Ausgezeichnet
Tourenbeginn um 07:00 Uhr bei 3°C unter der Nebeldecke. Nach 3 Stunden jedoch darüber bei 14°C.
Nur für Wildness-Erfahrene geeignet. Also ohne derzeitige zivile Medien, welche dort im tiefen Tal nicht funktionieren.
Nach der 9. Kehre auf ehemaliger Miltärstraße der La Cadorna, also noch vor dem Zustieg zur MSL, überholte mich ein Einheimischer mit leichtem Rucksack. Wegen meinem Helm am gut gepackten Rucksack buongiornote er mich, was ich denn vorhätte. Ich salvete zurück, dass ich zum Bivacco wollte. Als er sich irritiert zeigte, sagte ich ihm: „Orfallecchio“. Daraufhin sah er mich an, und meinte so was wie „Respekt !“
Über diese Route der Holzfäller (Stra di Vacch) von vor 110 Jahren findet man im weltweiten Netz komischerweise keine einzige Information.
Wo gibt es denn so was ?
Dass der Rückweg vom Bivacco entlang der inzwischen berüchtigten Wildness-Route oberhalb, oder entlang des Rio Valgrande an seinem westlichen Ufer durch insgesamt 45 neue Seilversicherungen vor 2 Monaten entschärft wurde, hatte ich insgeheim gehofft, als ich vor einem Monat die Schilder las, weswegen das Bivacco vom 24.9. bis 22.10.2021 ausschließlich belegt war für dortige Arbeiten.
Danke der Verwaltung und Organisation des Parco Nazional Val Grande (P.N.V.G.). Das Bivacco Orfalecchio fand ich in einem ungewöhnlich sauberen und aufgeräumten Zustand vor. Ähnlich wie damals die beiden Bivaccos in La Piana. Alle anderen Bivaccos im Nationalpark erfüllen diese Eigenschaft z. Zt. in keiner Weise. Die sind halt nur eine kleine Schutzunterkunft. Und das sollte man berücksichtigten, wer im Val Grande unterwegs ist. Das ist kein Luxusgebiet, wo man mit dem Smartphone am Ohr was abhaken kann. Auch wenn es auf einer Landkarte so scheinen mag. Diese Sichtweise gilt auch für die Tourenplanung mit den Landkarten mit markierten rot markierten Wanderrouten. Nicht alle Pfade sind weder einfach noch so bloß durchlatschbar. Sondern bedürfen Zeit und Orientierung.
C‘est la vie Nationalpark.
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03.12.2021 um 17:36
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