Verhältnisse - Detail

Gipfel: Alp Sigel, 1743 m.ü.M.

Route: sigelpfeiler

Marcel Leist

Verhältnisse

02.07.2022
2 Person(en)
Sehr wenige (max. 5 Personen)
ja
Ausgezeichnet
Zustieg: wenn man mal den Gipfel gefunden hat, ist der Zustieg einfach, klar und schnell. Man läuft vom Gipfel dem Zaun entlang nach W in die klare Scharte. Dort steigt man über den Zaun und geht im Gras (ungefährlich, nicht rutschig, nicht sehr steil) 20 m nach unten bis zum W-Ende der Felswand, die etwas östlich der Scharte liegt. Dort ist eine Irningerplatte gut sichtbar und man seil 30 m über die Wiese in eine Rinne ab. Dort wieder Irningerstand (leicht zu sehen) und 40 m senkrecht nach unten. Dann in 5 m dem Wandfuss entlang nach O um die Kante. Die Route wird auf einem Grasband von O her erreicht. Einstieg ist ca. cm über dem Wandfuss an einem Ringhaken, der etwas tief angebracht ist.
SL1 (25 m, 7-): nach R zum ersten Bh, der den Weg über den etwas brüchigen Pfeiler ( 3 m hoch) sichert. Danach immer in gutem Fels einer Rissspur entlang nach schräg L oben. Sehr gute bis super Absicherung. Diffizile Wandkletterei an rauen Strukturen und hin und wieder scharfen Schuppen.
SL2 (25 m, 6): Crux sind die ersten 2 Schritte vom Stand weg (gut gesichert), bei der man irgendwie eigenartig von einer Verschneidung abgedrängt wird. Weiter die Verschneidung hoch und dann mindestens 15 m nach R queren (dabei 2-3 nicht ganz einfache Plattenstellen). Man bekommt die Länge nicht geschenkt. Ein paar interessante Moves, aber nicht das Highlight der Tour.
SL3 (25 m, 7): Vom Stand senkrecht hoch zum Überhang (4 Haken auf 2 m) und über diesen weg (interessante Lösung der Stelle), dann den Riss weiter, und wo er sich aufsteilt mal beherzt anpiazen. Jetzt kommt absoluter Megafels, eine Art Steilplatte mit mehreren Schuppen. Crux der Länge ist ein großer Aufrichterschritt aus Untergriffen heraus.
SL4 (25 m, 7): Jetzt gehts immer trickreicher werdend eine Verschneidung mit Tropflochfels empor. Crux ist die Bewegung aus der Verschneidung raus unter einem schrägen Dach entlang (komplex und etwas pressig, alles sehr gut gesichert). Danach noch ein paar Meter auf Steilplatten, die viel Schiebemoves erfordern und dann leichter werdend einem Riss entlang zu sehr großem Stand und Wandbuch.
SL5 (30 m, 4): vom Stand 5 m in einem Kamin hoch zur Kante, die Kante entlang (Bh) zur Latschenzone und dort weiter nach oben zu scharfem Kantenaufschwung (Stand an Latsche).
SL6 (30 m, 1): 3 m hoch zur Kante und auf der anderen Seite runter (sieht eingeklettert aus und eine Latsche ist abgesägt. Man kommt jetzt auf das große Band, von dem mehrere Touren starten. Das band ist bequem und sicher (seilfrei begehbar). Man trifft zunächst auf das Wandbuch von Bahnersatz. Rechts daneben ist Nisteroni angeschrieben. Man sieht dort leicht die Linie von Namaycush.
SL7 (30 m, 7-): Ausstieg über Namaycush (natürlich gehen auch andere Linien). Der Fels ist sehr schön und rau und griffig. Die Seillänge ist voll senkrecht, braucht etwas Kraft, aber hat immer große Griffe. Manche der Schuppen klingen hohl. Ausstieg ist exakt am Gipfel (Stand an einer Latsche). Absicherung ist sehr gut-super
WETTER-PROGNOSE
Wettervorhersage für Alp Sigel (Quelle: meteomedia.de)
 
LAWINEN-PROGNOSE
SLF Lawinenkarte (Quelle: slf.ch)
 
LAWINENRISIKO-INDIKATOR VON SKITOURENGURU.CH (PROGNOSE)

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Wo ist denn der Gipfel: wichtig, der Pfeiler führt nicht auf den „Hauptgipfel“. Der Hauptgipfel hat einen Steinmann und ein Gipfelbuch. Der Pfeiler führt auf die zweite Erhebung vom Hauptgipfel nach W. Zustieg z.B. von Alp Sigel Bergstation Richtung Alpe, und am Kreuz vom Weg nach oben (R) hin abbiegen und immer in westliche Richtung quer über die Hänge. Der richtige Pfeilergipfel liegt etwa in der Linie von Hohem Kasten und Säntis. Wer sich unsicher ist läuft einfach von der Gocht her die Kante ab, bis zu dem Gipfel, der als einziger wie eine halbkreisförmige Kanzel gebaut ist, mit Gras innen und rundum einem dichten Halbkreis an Latschen. Das ist ziemlich eindeutig. Weiterhin geht vom Gipfel eine Art Pfadspur zu einer sehr großen toten Latsche (ca 3 m unterhalb), zu der auch ein Blitzableiterdraht führt. Übrigens genau unterhalb der Latsche kommt die Tour Namaycush an (ein Bh ist ca. 2 m unterhalb der Latsche (dort waren mal 2, aber am zweiten fehlt das Plättli)
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10.07.2022 um 14:58
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