Verhältnisse - Detail

Gipfel: Le Suchet (und Aiguilles de Baulmes), 1588 m.ü.M.

Route: Unbeschriebene Route

Sputnik

Verhältnisse

16.01.2010
1 Person(en)
ja
Die beiden wilden waadtländer Gipfel Aiguilles des Baulmes und Le Suchet sah ich schon bei meinen letzten Touren im südlichen Jura auf den Le Mont d'Or (1463m) und den Le Chasseron (1606,6m) und wollte sie danach baldmöglichst besteigen. Beide Gipfel lassen sich gut meiteinander verbinden, im Winter muss man allerdings mit einem vollen Tagesausflug rechnen.
Aiguilles de Baulmes (1559m): Ausgangs und Endpunkt der Rundtour ist das Dorf Baulmes (643m) am Fusse der Jurakette. Hier startete ich um halb zehn und erreicht schon bald den Anfang des Wanderweges 150m oberhalb Baulmes. Mässig steil leitet das Weglein direkt nach Oben durch den Wald Vevy, dabei kreuzt man die Bahnlinie Baulmes-Sainte Croix und zwei Mal ein Fahrsträsschen. Auf das Strässchen trifft man nochmals auf 1065m, hier folgte ich aber ihm bis zurm Wegweiser P.1116m. Hie war ich auch endlich über der Nebelobergranze und wanderte hinauf zur Alphütte Les Naz (1210m) wo ich eine erste Rast machte. Von Les Naz stieg ich in Westrichtung direkt die Südflanke der Aiguilles des Baulmes hinauf. Hier konnte ich einig Gämse beobachten, an die ersten beiden Tiere kam ich ziemlich nah heran! Auf 1400 trifft man auf eine weitere Alphütte, hier kann man direkt zum Grat aufsteigen, denn es ist eine der wenigen Stellen ohne Felsen um von Süden her auf den Grat zu gelangen (T3-; weglos). Die obersten führten mich durch Wald auf den Grat, dem ich ich nun auf einer Schneeschuhspur bis zum Gipfel folgte. Beim Gipfelkreuz windete es schon ziemlich stark, doch gegen den Sturm wlchen mich auf dem Le Suchet erwartete war dies noch ene Brise! Abgestiegen war ich über den wilden Südwestgrat und die Flanke L'Aiguillon wo man Pfadspuren im Sommer finden würde. Vom Gipfel folgte ich dem Südwestgrat, vorbei an einer Jagdhütte (?) wo sich der Grat immer mehr absenkte und steiler wurde. Zuletzt stieg ich eine 45° steile und Tinne zu einem Felsentor ab wo man nach Süden hinausqueren kann um dann durch den steilen Wald (L'Aiguillon) das Fahrsträsschen zu erreichen.
Le Suchet (1588,0m): Über Wanderwege mit zum Teil etwas mühsamen Schnee erreichteich nach dem spannenden Abstieg von der Aiguilles de Baulmes den Hof Grange Neuve (1356m) unter der Nordflanke vom Le Suchet. Hier entschied ich mich für den direkten Aufstieg zum Nordostgrat da auch der 1:25000 Landkarte auch Wegspuren eingezeichnet sind. Logischerweise war aber kein Weg wegen dem Schnee zu sehen. Die obersten 100 Höhenmeter zum Grat hin sind bewaldet mit nur wenig Fallholz, schöner Trittschnee erlaubten mir einen gemütlichen Aufstieg. Doch die Überraschung kam wenige Meter unterhalb des Grates als ich unter einer Wechte und einer riesigen Triebschneeverfrachtung stand. Hüfthoch sank ich ein und wühlte mich auf dem Grat wo mich ein Sturm empfing. Nachdem ich mich sturmtauglich eingepackt hatte wanderte ich über den Grat zum prächtigen Aussichtsgipfel mit seinem riesigen Triangulationsdreieck. Lange hielt ich es auf dem Berg aber nicht aus und machte mich gleich wieder auf den Abstieg über den fast 5km langen langen Nordostgrat der gleich oberhalb von Baulmes endet. Etwas unterhalb des Gipfels verzog sich der Sturm wieder und ich genoss die Winterlandschaft bis ich wieder auf das Fahrsträsschen in der L'Ermitage gleich oberhalb Baulmes kam. Leider verpasste ich den Zug zurück nach Baulmes um drei Minuten - trotzdem fiel mir das Warten leicht, denn in der Dorfbar hatten sie feines Belgisches Leffe-Bier frisch vom Fass im Angebot...
Momentan noch ohne chneeschuhe begehbar, bei mehr Neuschnee unbedingt Schneeschuhe mithehmen.
LAWINEN-PROGNOSE
SLF Lawinenkarte (Quelle: slf.ch)
 
WEBCAMS (im Umkreis von 5km)
 
Weitere Fotos und Infos: http://www.hikr.org/tour/post20083.html
Zu diesem Eintrag wurden 0 Fragen / Kommentare verfasst,
 
Du bist nicht eingeloggt. Diese Funktion steht nur für eingeloggte Benutzer zur Verfügung.
18.01.2010 um 20:28
916 mal angezeigt