Verhältnisse - Detail

Gipfel: Schochen, 2100 m.ü.M.

Route: Unbeschriebene Route

Snow*Wolf

Verhältnisse

14.02.2010
3 Person(en)
ja
Der Himmel, tiefblau wie handgemalt. Die makellose Schneeoberfläche glitzert in der Sonne, als hätte man sie mit tausenden Diamanten bestreut. Pulverschnee wie Staubzucker, soweit das Auge reicht. Eine atemberaubende Bergkulisse, die einem an Himalayadimensionen erinnert. Und ein Gipfel, der viel mehr verdient hätte als im Winter von ein paar Skibergsteigern und im Sommer von einigen Wanderern besucht zu werden. Diese Worte sind eine Hymne. Eine Hymne für einen Berg, der uns gezeigt hat, daß auch unbekanntere Gipfelziele einem das Paradies auf Erden näherbringen können. Der Schochen in den Allgäuer Alpen. Er hat heute Gold gemacht. Das erste goldene Fell des Winters gehört ihm. Von Hinterstein bringt uns der Bus zum Giebelhaus (erste Fahrt um 10:15 Uhr). Hier fellen wir an und wandern in Richtung Schwarzenberghütte. Diese lassen wir jedoch rechts, weit ober uns und folgen dem Obertalbach taleinwärts. Die Kuhplattenalpe bleibt abseits liegen. Der Weiterweg führt über eine Stufe zu den Flächen des Breitengern und in das obere Kar, wo wir links haltend die steile Nordflanke des Schochens erreichen. Die ersten Drei, die heute den Gipfel erklimmen, legen eine perfekte Spur in den Hang. Die letzten paar Meter stapfen wir zu Fuss zum Gipfelkreuz. Dort sind wir überglücklich. Es erwartet uns ein Megatanz im feinsten, kalten Pulverschnee. Die makellosen, unverspurten Hänge wirken wie eine Droge. Wir segeln hinab, singend, tanzend, ausser Rand und Band und völlig von den Socken. Skitourenfeeling in höchster Vollendung, das durften wir, Snow*Wolf, Kecki und Kasalis heute erleben.
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14.02.2010 um 22:08
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