Verhältnisse - Detail

Gipfel: Rocher de Mutzig und 5 weitere Gipfel, 1010 m.ü.M.

Route: Unbeschriebene Route

Sputnik

Verhältnisse

27.03.2010
1 Person(en)
ja
Ursprünglich habe ich eine zweitägige Wanderung geplant mit einem Biwak auf den Le Donon (1008m), doch das Wetter spielt nicht mit und so zog ich es vor in einem Tag nur den Mocher de Mutzig und seine Trabanten zu besuchen. Dies war denn auch die richtige Entscheidung, denn auf den Gipfel blies ein starker Wind und zwei Mal kam ich wärend der Tour in Regenschauer. Die Wanderung ist wegen der Landschaft ausserordentlich schön, sie führt meistens durch feuchte, urwaldähnliche Wälder. Zudem findet man überall im Wald moosüberwachsene andsteinfelsen die ihren Reiz haben. Interessant ist, dass die gestrichelten Wege auf der französischen Karte kaum begangen sind, manchmal existieren sie gar nicht oder es sind einfach nur baumlose Waldschneisen!
Le Narion (999m): Das längste Teilstück der Wanderung ist der Zu- und Aufstieg zum Le Narion. Von Wisches (268m) wanderte ich 2,5km taleinwärts dem Netzenbach entlang. Danach spazierte ich 4km auf einem Forstweg durch den Forêt Domaniale de Lutzelhouse im Tal vom Flüsschen "Le Petit Wisches Rau" bis zu einer Waldlichtung mit einem Häuschen auf 600m. Links vom Häuschen beginnte der eigentliche Aufstieg auf den Le Narion. Eine Waldschneise führt über 400 Höhenmeter direkt zum Gipfel (T2), aber es sind kaum Wegspuren zu finden. Die Waldschneise quert vier Forstwege und wird gegen Oben immer steiler und man trifft auf grosse Sandsteinböcke. Der Gipfel vom Le Narion ist ein etwa 3m hoher Sandsteinblock den man erklettern, mit T3 / Fels I ist es die "schwierigste" Passage der ganzen Tour.
Le Noll (990m): Die Kuppe vom Le Noll liegt wenig westlich vom Le Narion und die Gipfel sind nur durch die Senke P.973m voneinander getrennt. Das ganze Gebiet ist seit dem 26.12.1999 nahezu baumlos und sehr viel Sturmholz liegt am Boden. Beonders viel von diesem Totholz hat es auf dem höchsten Punkt vom Le Noll, so dass man kaum Aussicht hat. Die einfache Route (T1-2) vom Le Narion zum Le Noll ist meist weglos, aber wegen der sturmgeschädigten Landschaft reizvoll.
Grossmann (987m): Der Grossmann liegt als einziger meiner besuchten Gipfel nicht vollständig im Département du Haut-Rhin, sondern auf der Grenze zum Département de la Moselle von dem es der höchste Punkt ist. Ich stieg vom Le Noll weglos zu einem Forstweg ab und wanderte auf ihm zur Altmatt (935m), vom Pass ging es etwas einem Wanderweg entlang, danach weglos (T1-2) über den Gratrücken zum höchsten Punkt auf einer kleinen Waldlichtung. Der obere Teil vom Grossman ist ein moos-und flächtenbewachsener urwaldähnlicher Wald, besonders schön sind dabei die zahlreichen Sandsteinformationen zwischen den Bäumen die den Berg besonders wild erscheinen lassen.
Rocher de Mutzig (1010m): Der Rocher de Mutzig ist der höchste Berg der nördlichen Vosges (Vogesen) und zusammen mit dem Le Donon sind sie die einzigen Gipfel die im nördlichen Gebirgsteil die 1000m knacken. Nach dem Grossmann wanderte ich vom Pass Altmatt über den Forstweg vorbei am Le Narion zum Col de Narion (922m). Hier beginnt der Wanderweg über den breiten, bewaldetetn Westgrat auf einem schönen Wanderweg. 30m unterhalb des Gipfels quert der Wanderweg in die baumlose Südflanke über die man die Gipfelfelsen erreicht (T1). Vom den blockartigen, kahlen Buntsandsteinfelsen hat man eine hervorragende Aussicht.
Le Grand Katzenberg (967m): Der Le Grand Katzenberg ist dem Rocher de Mutzig östlich vorgelagert, allerdings ist er eher ein Gratbuckel als ein richtiger Gipfel - im Westen aus dem Tal gesehen erscheint er aber als eingenständiger Hügel. Ich stieg über einen Wanderweg vom Rocher de Mutzig ab, bald zweigt ich aber auf einen wenig begangenen Pfad ab der direkt zum Le Grand Katzenberg leitete. Der höchste Punkt liegt direkt am Weg und ist sehr dicht bewaldet.
La Grande Côte (831m): Östlich vom Le rand Katzenberg sollte ein Weglein in die Südflanke abzweigen. Ich folgte dem Westgrat, fand abe diese Weglein nicht. So stieg ich den steilen Wald weglos (T3-) und steil etwa 75 Höhenmeter an bis ich auf einen Wanderweg traf. Der Weg leitete direkt zur Wegkreuzung P.777m, danach wanderte, ich eine Kuppe (P.830m) umgehend, einem Forstweg entlang. Zuletzt führte ein schöner Wanderweg auf den aussichtsreichen Gipfel. Wie schon beim Le Noll hat der Gipfel auf der Oststeite eine Waldschneise über den ich schnell und steil absteigen konnte (T2). Die Schneise endte nahe vom P.577m von dem ich weglos zur Kreuzung P.522m gelangte die den lustigen Namen Lumenstock hat. Über einen Forstweg gelangte ich wieder zurück ins Tal vom Netztenbach auf meinen Aufstiegsweg und durch das Tal weiter nach Wisches.
Unterhalb der 1000m-Marke ist der Schnee geschmolzen, die Wandersaison in den Vogesen hat begonnen.
Weitere Infos & Fotos siehe: http://www.hikr.org/tour/post21848.html
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30.03.2010 um 18:45
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