Verhältnisse - Detail

Gipfel: Güpfi, Höh Grat und Arvidossen, 2043 m.ü.M.

Route: Unbeschriebene Route

Sputnik

Verhältnisse

17.04.2010
1 Person(en)
ja
Endlich schwindet der Schnee merklich in den Alpen und die Tourensaison ohne Schneegeräte hat für mich dieses Wochenede begonnen. Wenn man mich nicht auf hohen Bergen unterwegs bin, wird man mich diesen Sommer an Obwlder Berge herumkraxeln sehen um meinem Projektziel alle Obwalder zu besteigen etwas äher zu kommen. Als Auftakt der Saison wählte ich eine eher unbekannte Gratüberschreitung der Gipfel auf der Westseite vom Kleinen Melchtal.
Güpfi (2043m): Der höchste Gipfel der Gratwanderung ist gleich der höchste meiner Tour. Vom Doppelgipfel ist der Südgipfel einen Meter höher als der Nordgipfel P.2042m. Mein Ausgangspunkt war war Lungern (752m) von wo ich zuerst wenig steil entlang des Eibaches hinaufwanderte. Über Oberboden erreichte ich nach knapp einer Stund die Alp Rüti wo ich bei einem schönen Aussichtspunkt frühstückte. Durch den Rütiwald ging es dann flott bergauf und kam bei einer Weggabelung oberhalb Stalden auf 1570m endlich über die Nebelobergrenze. Bald darauf kam ich in den Pass Hüttstett wo eine grössere Alp liegt. Hier schien endlich richtig die Sonne und viele Obwalder Berge zeigten sich. Von Hüttstett zeigte sich der Weg zum Güpfi dank der Südlage aper und so machte ich mich nach kurze Rast auf den prächtigen Aufstieg. Vom Güpfi zeigte sich ein schönes Panorama bis zu den Berner Hochalpen, zum Titlis und der Huetstockgruppe. Nach der Gipfelrast wanderte ich über einige Schneewechten zum Nordgipfel vom Güpfi wo ich von seiner winterlichen Nordseitie überrascht war. Der teilweise steile Firn war stellenweise hart gefroren, ohne Steigeisen hätte ich wohl umkehren müssen. Dank dem Eisgrät kam ich bequem im Egg-Pass (1809m) von wo es weiter zum Höh Grat ging.
Höh Grat (1922m): Vom Pass Egg führte über die apere Südseite ein wenig begangener Bergweg zum Kreuz vom Höh Grat. Dahinter leitete ein fast ebener Grat zum höchsten Punkt vom Höh Grat. Die Aussicht war nicht ganz so schön wie vom Güpfi und so machte ich mich bald weiter auf den Weg über den Nordgrat zum Arvidossen. Der Abstieg war wegen tiefen Nassschneefelder leider etwas mühsam und ohne Gamaschen hätten sich meine Schuhe wohl in eine Badwanne verwandelt!
Arvidossen (1809m): Über ein schmales Gratweglein in einem Kiefernwald erreichte ich den kecken, aber kleinen Gipfelkopf vom Arvidossen. Der Abstieg über den Nordgrat nach Brunnenmad war wieder spannend. Zuerst ging es mit Handläufen gesichert steil vom Arvidossen hinunter, danach folgten wieder einige tiefe Nassschneedelder zum Leckidossen (1715m) und auf rutschigem Weg steil hinunter zum Bärentritt (1604m). Der Bärentritt ist ein ausgesetzter Gratfels doch merkt man dies wegen den Bäumen nicht richtig. Beim Abstieg vom Bärentritt war Vorsicht angebracht, da hir des Gelände extrem feucht war und vereiste Schneereste auf dem Weg lagen. Danach ging es aber wieder glatt über den weiteren Grat hinunter Alpweide Ober Brunnen und weiter über Alpweiden zum Fahrsträsschen auf 1170m. Das Strässchen leitete direkt zum Bahnhof Kaiserstuhl wo ich ohne Wartezeit gleich in den Zug nach Luzern einsteigen konnte...
Bis etwa in drei Wochen (Anfang Mai) sind Steigeisen nötig. Gamaschen sollte man bis Ende Mai dabei haben.
LAWINEN-PROGNOSE
SLF Lawinenkarte (Quelle: slf.ch)
 
WEBCAMS (im Umkreis von 5km)
 
Wenig begangene, schöne Gratwanderung (T3). Weitere Fotos und Infos: http://www.hikr.org/tour/post22387.html
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20.04.2010 um 20:57
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jaaaa 46.7961