Verhältnisse - Detail

Gipfel: Juppenrunde, 2370 m.ü.M.

Route: Unbeschriebene Route

Snow*Wolf

Verhältnisse

24.04.2010
1 Person(en)
ja
Am Hochtannbergpass zwischen Schröcken und Warth zeigt sich die Juppenspitze mit ihrer 500 m hohen Nordwand eindrucksvoll und abweisend. Dennoch ist die Tour bei Skibergsteigern beliebt, auch wenn meist nur die Ostschulter des Berges, das tatsächliche Ziel darstellt. Die Kletterei über Platten und ausgesetzte Schrofen zum eigentlichen Gipfel, ist (im Winter mit Skischuhen) nicht jedermanns Sache. Wenn der Frühling schon ins Land gezogen ist und der Skibetrieb eingestellt wurde, empfiehlt sich die sogenannte Juppenrunde, mit Start am Hochtannbergpass. Zunächst geht es rechts ausscherend, entlang einer Pistenraupenspur in den Salober Sattel. Von hier kann man wunderbar in die Hochfläche der Auenfeld Alpen hinabqueren. Nun geht man in einem Rechtsbogen die Osthänge der Juppenspitze an und erreicht über herrliches Gelände die Schulter östlich des Gipfelaufbaus. Vielleicht hat die Aschewolke, trotz klarer Nacht, die Abstrahlung etwas beeinträchtigt? Jedenfalls waren die Osthänge schon frühmorgens weich. Die Abfahrt überraschte aber dann mit tollem Buttersulz, wo man im unteren Teil zwischen den Sträuchern sogar noch richtig in die Kurven jetten konnte. In Auenfeld hieß es dann wieder Felle aufziehen, um über 400 Höhenmeter die menschenleeren Pisten zum Saloberkopf aufzusteigen. Das hier über die nordseitigen Hänge ein Firntraum auf mich wartet, war mir klar. Und so ist es dann auch gekommen. Der Firnteppich hat sich förmlich vor mir ausgerollt und mich zum Hochtannbergpass hinunter getragen. Was für ein Finale und eine gelungene Tour ... die Juppenrunde!
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25.04.2010 um 22:16
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