Verhältnisse - Detail

Gipfel: Lisenser Spitze, 3231 m.ü.M.

Route: Unbeschriebene Route

Kecki

Verhältnisse

24.04.2010
2 Person(en)
ja
Großartige Skitour im Schatten des mächtigen Lisenser Fernerkogel. Die lohnenden, genussvollen Abfahrtshänge am Lisenser Ferner müssen sich aber erst verdient werden und dieser Aufstieg hat´s wirklich in sich. Wie ein Bollwerk stellt sich der Talschluss in die Quere, jeder hält hier bei dessen Anblick mal kurz inne, mächtig, lang, steil - so das Gedankengut im Kopf. Anfangs ziehen wir noch ohne Harscheisen durch lichtes Staudenwerk dem Bachbett folgend ins steile Gelände. Erst nach vielen Höhenmetern endet der steile, felsdurchsetze, manchmal eisig harte Anstieg am relativ flachen Gletscher. Wer sich hier rühmt ohne Harscheisen hochgekommen zu sein, soll sich mal bewusst machen, wie toll es ist wenn man in nachfolgende Skibergsteiger hineinrutscht. Selbst mit Krallen am Ski gibt es Stellen, die große Konzentration verlangen und absturzgefährdet sind. Wenn sich das Gelände schon hoch oben, wenn auch noch steil, aber kuppierter zeigt, kann man wieder entspannter in die Bindung treten. Der Rest der Tour ist reiner Genuss, skifreundlicher Gipfelanstieg und Panorama der Extraklasse. Die Abfahrt war im oberen Teil traumhaft, Pulver und Firn, Steilhang ruppig zu fahren unten schwungvolle Bobbahn. Bei diesen hohen Temperaturen ist die Zeiteinteilung sehr wichtig, früh starten! Um 9 Uhr lösten sich aus der Fernerkogelostwand schon große Steine. Um spätestens 12.00 besser noch um 11.30 muss die Tour beendet sein, da rauscht es einem um die Ohren. Im Talboden angekommen beobachteten wir viele Nassschneerutsche, auch von größerem Ausmass, ein Teil der Aufstiegsspur wurde großflächig verschüttet, im Hang befanden sich immer noch Pesonen!
großartige, nicht zu unterschätzende Skitour
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25.04.2010 um 23:53
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