Verhältnisse - Detail

Gipfel: Zwieselbacher Roßkogel, 3081 m.ü.M.

Route: Unbeschriebene Route

Kecki

Verhältnisse

22.04.2010
2 Person(en)
ja
Die Tour zum Zwieselbacher Roßkogel ist eine der beliebtesten im Sellrain, man findet sie fast immer gespurt vor. Vom Parkplatz muss man 10 Minuten Ski tragen, man geht ca. 1h bis man zur ersten Schlüsselstelle kommt, die untere Zwing. Die Verhältnisse sind zur Zeit nicht ganz einfach, hart und eisig entlang dem halboffenem Bach zieht die Spur mit minimaler Auflage, Harscheisen zwingend. Zwei Personen vor uns bringen den Aufstieg zu Fuß hinter sich, ohne Eisen auch nicht einfach, es lassen sich keine Tritte in den harten Aufschwung treten. Nach dieser schluchtartigen Steilstufe ziehen wir weiter gemütlich talein, biegen links ab zu einer weiteren Engstelle, die obere Zwing, sie ist skitechnisch leichter, aber sehr lawinengefährdet. Viele Nassschneerutsche sind sichtbar, in den Vormittagsstunden bei gefrorenem Schnee bereitet der Aufstieg keine Gefahr. In sehr schönem Gelände erreichen wir über eine weitere Steilstufe den Kraspesferner, Pulverschnee glänzt in der Sonne. Ein Felssporn wird rechts umgangen, der Gipfel ist nun sichtbar, aber noch so weit entfernt. Schön, dass es eine Täuschung ist, fast ohne Höhenverlust quert man einen kleinen Südhang und steht bald am Gipfelaufbau. Dort sind die Schneeverhältnisse für einen Skiaufstieg gegeben, eine Art nordseitig verlaufende Rampe bietet sich wunderbar an, somit steigen wir mit Ski fast bis zum Gipfelkreuz. Alleine hier oben zu sein ist schon eine Seltenheit, eine landschaftlich überaus abwechslungsreiche, schöne Tour, der Zwieselbacher. Die Abfahrt hat von allen Schneearten was dabei, doch vorwiegend kurven wir im glänzendem Firn dahin, bevor man sich nochmals auch in der Abfahrt durch die untere Zwing zwingen muss. Die zeigt sich immer noch hart und eisig. Ins nur leicht abfallende Tal hinaus fährt´s sich´s noch recht gut, zweimal kurz eingebrochen. Die Talseiten sind schon recht entladen, man kann also bummeln.
Tragestrecke ab Parkplatz wird sicher jeden Tag länger, Schlüsselstelle untere Zwing wird bei anhaltend hohen Temperaturen und diesen lauen Nächten etwas weicher werden, damit leichter. Die Tour ist nach wie vor noch sehr lohnend.
Ein großes Danke an den netten Herrn aus Neustift, er hat mein eingeschaltenes Handy bei der Zwing gefunden und mich kontaktiert, eine ehrliche Person, die mir einiges an Kosten ersparte, DANKE!
Zu diesem Eintrag wurden 0 Fragen / Kommentare verfasst,
 
Du bist nicht eingeloggt. Diese Funktion steht nur für eingeloggte Benutzer zur Verfügung.
26.04.2010 um 16:31
432 mal angezeigt