Verhältnisse - Detail

Gipfel: Lötschenpass - Ferdenpass, 2824 m.ü.M.

Route: Unbeschriebene Route

Günter Joos (Gringo)

Verhältnisse

13.06.2010
3 Person(en)
ja
Alpine Wanderung, die unter den momentanen Konditionen fast schon Hochtourencharakter hatte. Die Mitnahme von Schneeschuhen ist sinnvoll, auch wenn sie von uns über weite Strecken auf dem Rücken getragen wurden.

Der Aufstieg vom Gasteretal zur Lötschenpasshütte ist derzeit nur Personen zu empfehlen, die mit der Tatsache umgehen können, dass die Sommermarkierung im oberen Streckenabschnitt noch überwiegend unter Schnee liegt. Zudem sollte man sich in Gelände mit ausgedehnten, steilen Schneefeldern wohlfühlen. Das Drahtseil im oberen Wegteil liegt noch unter Schnee.Whiteout-Situationen können große Orientierungsschwierigkeiten bescheren!

Die Überschreitung des Ferdenpasses stellt derzeit die gleichen Anforderungen. Zu- und Abstieg von der Lötschentalseite zur Hütte trägt zwar im oberen Teil auch noch geschlossene Schneedecke, erschien uns aber insgesamt einfacher und wurde auch von weiteren Gästen der Hütte getätigt.

Nassschnee auf der ganzen Linie. Diesbezüglich ist natürlich auch mit Nassschneerutschen oder Grundlawinen zu rechnen. Whiteout im Hüttenzustieg. Viele Wolken und zum Schluss Regen beim Abstieg nach Leukerbad. In den zwei Tagen ein paar wenige sonnige Abschnitte. Wildes Ambiente, berückende Eindrücke, wenn Nebel- oder Wolkenvorhang sich hin und wieder lichteten.
In der schneefreien Zeit auch für "normale" Alpinwanderer problemlos machbar. Bis das Gros an Schneemengen weg ist, dürfte es aber noch ein bis zwei Wochen dauern.
LAWINEN-PROGNOSE
SLF Lawinenkarte (Quelle: slf.ch)
 
Freundliche Bewirtung und gutes Essen auf der Lötschenpasshütte.

Für das Ruftaxi ins Gasteretal (und zurück) ist Reservierung nötig.

Diese Tour hat wieder einmal gezeigt, welch geniale Felixbilität bei ÖV-Touren möglich ist. Ursprünglich war der Aufstieg zur Mutthornhütte und die Besteigung des Tschigelhorns geplant, was wir aber beim Anblick des aktuellen Wetters sogleich verworfen haben. Wir entschieden uns sodann für den Aufstieg zur Lötschenpasshütte. Anderntags verließ uns Sandra an der Kummenalp aufgrund heftiger Schmerzen im Zehenbereich und stieg ins Lötschental ab. Tino und ich setzten die Tour dann bis zum Ferdenpass fort, mit der Absicht, von dort aus das Ferdenrothorn zu besteigen, falls sich das Wetter doch noch bessern sollte. Da dies nicht der Fall war, entschieden wir uns nach kurzem Kartenstudium dafür, nicht etwa ins Lötschental zurückzukehren, sondern nach Leukerbad abzusteigen.
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13.06.2010 um 21:08
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