Verhältnisse - Detail

Gipfel: Pico del Teide, 3718 m.ü.M.

Route: Unbeschriebene Route

Kecki

Verhältnisse

10.06.2010
2 Person(en)
ja
Der Blick von der Costa Adeje zum Bergland hinauf, ermunterte uns nicht gerade heute den Teide zu besuchen, es war warm aber bewölkt und nebelig dazu. Dazu noch die Bürokratie mit dem Permit für den Gipfelweg, dieses muss 7 Tage vor dem Tag der Besteigung in Santa Cruz beantragt werden, ob sie dann auch ausgestellt werden hängt dann vom Wetter ab. Also auf diesen Schmarren hatten wir keinen Bock, wir machten die Sache ohne den Kram. Viele Touris fahren mit der Bahn hinauf 3555m, und schaffen den Gipfel trotzdem nicht, wegen der Höhe usw. Wir starteten gegen Mittag vom Parkplatz, hatten genügend Zeit für Fotopausen und wanderten gemütlich zum Altavista (Kaffeeautomat und Cola), dort wurde es einige Grade kälter, eine lange Pause eingelegt , schließlich musste Zeit vergehen. Denn um 17 Uhr fährt die letzte Bahn und somit die Permitkontrolle ins Tal. Wir stiegen zum Mirador de la Fortaleza auf, eine Aussichtsplattform mit wunderschönem Blick ins Orotavatal, der Weg führt durch einen dunklen Lavastrom. Hier oben ist es im Gegensatz zum Guajara ziemlich kalt, es weht ein scharfer Wind, warme Kleidung unbedingt dabeihaben. Außer ein paar kleinen weißen Schneeflecken sieht man die ganze Palette der Erdfarben, am Gipfelweg sind auch gelbe Schwefelfelder vorhanden. Der teils gepflasterte Weg zum Gipfel fanden wir einfach, die beschriebenen abschüssigen Stellen im oberen Bereich sind gut zu begehen, außerdem hat man noch ein Geländer angebracht. Endlich waren alle, bis auf ein paar Geologen im Krater, abgezogen. Wir hatten den Teide für uns allein, aber nicht lange, heftige Windböen vertrieben uns bald, sie hauten uns fast um.Doch die schier unendliche Aussicht auf die Inselwelt ist gigantisch. Ab der Seilbahnstation kann man bis zur vierten Stütze in feinem Lavakies abfahren, muss danach aber die richtige Linksquerung finden. Da wir in die Dämmerung kamen und noch unbedingt die Cueva del Hielo sehen wollten, stiegen wir gleich dem Anstieg ab. Im Abstieg nahe der Altavista zweigt ein Weg zu einer Eishöhle ab. Dieser ist unkenntlich gemacht worden, wir bauten dort einen kl. Steinmann. Auf einer 10m hohen Eisenleiter steigt man in die dunkle Höhle, Stirnlampe nicht vergessen. Die Eiszapfen hat die Hitze gefressen, aber Schnee und Eis liegt am Grund. Inzwischen haben sich einige Leute beim Altavista einen Schlafplatz (60 Betten) ergattert. Ihnen steht am nächsten Tag ein unvergesslicher Sonnenaufgang bevor, allerdings muss das Ganze vor der Kontrolle, 9Uhr, beendet sein. Wir entfernen uns weiter vom Teide und steigen durch blühende Ginsterfelder, dunkle Lavarücken, helle Bimshänge und den Teideeiern der Canadas entgegen.
Eine traumhafte Tour mit vielen Eindrücken. Einzige Anforderung ist wiederum nur die Hitze und die Kälte, daher vorsorgen.
wer einen Schlafplatz will, sollte reservieren, Tel. 922 533 720

Das Klima auf der Insel ist phänomenal, bei der Anfahrt Richtung Vilaflor 1420m erlebten wir folgends: an der Küste war es ziemlich bewölkt, ab Arona 600m sehr nebelig bis Vilaflor Sicht fast null, dann unglaublich wolkenloser, strahlend blauer Himmel- faszinierend! So ist es oft im Parque Nacional de las Canadas del Teide, haben uns Einheimische erzählt.
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16.06.2010 um 21:48
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