Verhältnisse - Detail

Gipfel: Nadelgrat&Nadelhorn, 4327 m.ü.M.

Route: Normalweg von Bordierhütte

Andreas Hille

Verhältnisse

27.06.2010
3 Person(en)
ja
Nach klarer, aber nicht kalter Nacht (ca. - 3°C) auf dem Riedgletscher bis ca 3150 m z.T mehr als knietief durch nur oberflächlich gefrorene Schneedecke gebrochen. Anschließend alles tragend. Beschriebene Route entspricht nicht der im Tourenführer Wallis beschriebenen Route, war aber aufgrund der guten Schneeauflage eine direktere Variante über den Riedgletscher. Das Couloir zum Dirrujoch erreichten wir um 5:45, bis oben hatte es guten Firn. Das Couloir zum in der Karte mit "Selle" bezeichneten Punkt wurde ebenfalls gemacht (siehe Foto). Kein nennenswerter Steinschlag im Couloir zum Dirrujoch, auch bei beginnender Sonneneinstrahlung. Um 6:25 Start Richtung Dirruhorn. Der Grat zeigte sich in besten Verhältnissen, guter Trittschnee, Felsen trocken. Auch die Hohbärghorn-NO Wand wurde gemacht. Der weitere Weg vom Stecknadelhorn zum Nadelhorn über den Gendarmen war ebenfalls in gutem Zustand, auch die Traverse unterhalb des Nadelhorn-Gipfels sah gut aus. Um ca. 12 Uhr Abstieg zur Bordierhütte, Riedgletscher weich, aber kaum eingebrochen. Zwischen 3250 und 3150 m hat es tückische Spalten, hier ist größte Vorsicht angebracht. Wir sind mehrfach eingebrochen.
Noch einige Zeit sicher sehr gut, bei weiterer Ausaperung ist die beschriebene Route aufgrund offener Spalten bzw. zu dünner Schneebrücken nicht mehr zu empfehlen. Dann besser auf Route wie im Tourenführer Wallis beschrieben. Bei weiterer Ausaperung sollte man aufgund erheblicher Steinschlaggefahr evtl. früher als wir das Couloir zum Dirrujoch verlassen haben!
LAWINEN-PROGNOSE
SLF Lawinenkarte (Quelle: slf.ch)
 
WEBCAMS (im Umkreis von 5km)
 
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28.06.2010 um 22:32
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jaaaa 46.1094