Verhältnisse - Detail

Gipfel: Eiger, 3970 m.ü.M.

Route: Westflanke

Patrick Mattioli

Verhältnisse

02.04.2011
2 Person(en)
ja
Recht gute Verhältnisse, teils mühsame und strenge Spurarbeit beim Fussaufstieg. Abfahrt teils tragender Deckel, teils Bruchharst ganz unten Sulschnee.
Mit der kommenden Front neu beurteilen.
WETTER-PROGNOSE
Wettervorhersage für Eiger (Quelle: meteomedia.de)
 
LAWINEN-PROGNOSE
SLF Lawinenkarte (Quelle: slf.ch)
 
WEBCAMS (im Umkreis von 5km)
 
Von Grindelwald fahren wir mit der ersten Bahn hinauf via Kleine Scheidegg zur Station Eigergletscher. Hier können wir um 8:15 loslaufen. Das ist bereits etwas spät und es heisst nun halt schneller laufen. Der erste Dämpfer kommt dann gleich, der Schnee trägt nicht. Doch bereits 5 Minuten später laufen wir auf einem harten Deckel, also alles paletti. Wir kommen noch gut über die erste steile gebänderte Stufe hinauf, es hat hier aber schon jetzt recht wenig Schnee. Danach ziehen wir in etwas weniger steilem Gelände in Richtung Trichter unter den Eisbruch hinauf. Der ist ganz schön eindrücklich und man kann einfach nur hoffen, dass da nix herunter kommt. Auch wird es immer steiler und ab etwa ab etwa 2900m ist dann fertig mit lustig. Skier auf den Rucksack binden und zu Fuss weiter aufsteigen. Teilweise brechen wir knietief ein und dann trägt es wieder, oder man spurt Schuh tief. Sehr unregelmässig und recht anstrengend zum Spuren. Wir wechseln uns ab und jeder ist froh wenn er hinter her "wackeln" kann. Auf 3200m sind wir endlich aus der Schussbahn des Hängegletschers. Da ist einem gleich viel wohler bei der Sache. Dafür wird die Spurerei auch nicht ringer. Wir entscheiden uns dann um den Gipfel einfacher erreichen zu können auf etwa 3500m ein Ski- und Rucksackdepot zu errichten. Es geht nun einiges besser die restlichen sehr steilen 500Hm zum Gipfel hinauf zum spuren. Wir erreichen diesen bei fantastischem Wetter und Windstille um 12:30. Ein paar Fotos werden geknipst, aber für eine lange Pause ist leider keine Zeit. Die fortgeschrittene Tageszeit mahnt zum Aufbruch.
Zügig geht es zu Fuss retour zum Skidepot. Skier anschnallen und dann lassen wir es krachen. OK teils kracht der Bruchharst und teils wir, aber alles in allem kommen wir erstaunlich gut und auch schnell hinunter. Ab 2600m hat es dann noch bis zur Station Eigergletscher tollen Sulzschnee. Danach versinken wir in tiefstem Sumpf und sind froh auf die Skipiste zu gelangen. Auf der Kleinen Scheidegg begiessen wir unsere gelungene „Hammertour“ mit dem wohl verdienten grossen Bier. Danach können wir noch Wasserskifahren und dies gerade noch bis zur Bahnstation Grund in Grindelwald. Was für ein Kontrast, von diesem grossartigen alpinen Ambiente vom Eiger bis zu den grünen „Sommerweiden“ in Grindelwald hinunter zu fahren.
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03.04.2011 um 12:13
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