Verhältnisse - Detail

Gipfel: Trugberg Südgipfel, 3880 m.ü.M.

Route: Trugberg Ostflanke

Urs Renggli

Verhältnisse

18.04.2011
5 Person(en)
nein, umgekehrt auf 3680m
Um 22 Uhr war der Schnee zum aufsteigen ohne einsinken bereits perfekt und nicht eisig. Die Stirnlampe benötigten wir bis 1 Uhr, dann erst schien der Vollmond auf unsere Aufstiegsroute. Hartschteisen benötigten wir in der steilen Gletschermulde bei der Ecke Grünegg zum Ewigschneefeld. Zum Abfahren war um 10 Uhr die Trugberg Südflanke noch eisig hart und die Spuren von Sulzschnee-Abfahrten störend. Der Schnee vom Konkordiaplatz über den Grossen Aletschgletscher war perfekt tragend um 11:30 Uhr bis zum Märjelensee, und erst sulzig aufgeweicht südlich vom Tunnel auf dem Wanderwg zur Fiescheralp, wo noch die Hälfte befahrbar war, nur die Hälfte also Skitragen.
gut, aber länger Skitragen ab Fafleralp Richtung Länggletscher und nach der Abfahrt vom südlichen Tunnel-Ende Richtung Fiescheralp Seilbahnstation.
LAWINEN-PROGNOSE
SLF Lawinenkarte (Quelle: slf.ch)
 
WEBCAMS (im Umkreis von 5km)
 
Vollmond-Skitour der SAC-Sektion Basel mit ÖV. Wegen Schneemangel umorganisiert vom ursprünglich geplanten Wilerhorn durchs Jolital auf Lötschental. Sonntag-Abend mit dem zweit letzten Bus von Goppenstein nach Blatten. Dort mit Reservation über Tel Nr. 027 939 21 21 kann ein Fortsetzung der Fahrt gegen einen gerechten Aufpreis bis Fafleralp Gletscherstafel gebucht werden. Anfangs musste ich vorne der Gruppe mit der Stirnlampe die Spuren und Aufstiegsroute suchen beziehungsweise nicht aus den Augen verlieren. Der Vollmond schien ab 1 Uhr, so dass laufen ohne Lampe super ging. Um 3 Uhr, nach abfellen auf der Lötschenlücke, konnten wir im Vollmondschein von der Lücke den Grossen Aletschfirn herunter gleiten bis zum Konkordiaplatz. Von der Konkordiahütte kamen erste Bergsteiger (Stirnlampen sichtbar) die Metalleiter herunter. Kurz vor 5 Uhr, als wir das Ewigschneefeld Richtung Trugberg Ost-Flanke querten, ging der Vollmond als orange Kugel hinter Bergen unter, ein sehr eisigkalter Wind kam auf und kühlte uns übernächtigte Skibergsteiger etwas aus. Um 08:15 Uhr unterhalb des steilen Gipfelfirnfeldes war ich zu müde für einen "Gipfelsturm" und befürchtete, dass wenn wir nach einer guten Pause gemütlich hochgingen, der Schneee unten auf dem Gletscher danach zu weich wäre. So betrachteten wir den Felskopf auf 3680 müM am Fuss des letzten Aufschwunges als unseren Gipfel. Zeitlich hätte es wahrscheinlich gut gereicht, da der Schnee in der Trugberg Südflanke wahrscheinlich erst um 11:30 Uhr sulzig wurde und eventuell der Gross Aletschgletscher immer noch genügend tragfähig gewesen wäre zum angenehmen gleiten anstatt stossen bis Märjelensee-Abzweigung. Nach knapp 24 Stunden waren wir wieder zurück auf dem Bahnhof in Basel.
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20.04.2011 um 21:09
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jaaaa 46.543