Verhältnisse - Detail

Gipfel: Mont Blanc/Monte Bianco, 4808 m.ü.M.

Route: Innominatagrat

tk

Verhältnisse

21.08.2011
2 Person(en)
ja
Monzinohütte - Punta Innominata - Eccles Biwak:
Fels komplett aper und trocken. Der Firngrat nach dem Vorgipfel ist gut gespurt. Der Schlussaufstieg über den Brouillardgletscher zum Eccles Biwak ist sehr weich. Brücken über die Spalten tragen aber noch.

Innominatagrat ab Eccles Biwak - Mont Blanc:
Bergschrund vor der ersten Eisflanke zum Col d'Eccles heikel. Leicht überhängend. Die nachfolge Eisflanke ist bland (45 - 50 Grad).
Alle Felspassagen komplett trocken.
Eisflanken und -couloir sind nur noch mit wenig Schnee bedeckt. Dieser ist infolge der Wärme und Südexposition bereits mit den ersten Sonnenstrahlen feucht. Somit mehrheitliches Gehen auf Fronzacken mit Eiskontakt.
Das grosse, markante Eiscouloir etwa in der Hälfte der Tour ist steinschlaggefährdet. Trittschnee rechts am besten.
Felskamm vor dem Ausstieg zum Brouillardgrat: Verhältnisse oben auf dem Kamm am besten. Steiles Mixgelände mit guter Felsqualität.
Letzer Teil des Brouillardgrat: Perfekter Trittschnee, gut gespurt.

Mont Blanc - Goûterhütte - Nid d'Aigle:
Normalweg zur Goûterhütte autobahnmässig gespurt, bester Trittschnee.
Bis zum Ende der akutellen Schönwetterperiode sicher noch gut
WETTER-PROGNOSE
Wettervorhersage für Mont Blanc (Quelle: meteomedia.de)
 
WEBCAMS (im Umkreis von 5km)
 
Grosse, kombinierte Tour mit zwingendem Biwak. Nie ganz grosse Schwierigkeiten, aber sehr anhaltend in Fels und Eis. Eis- und Felsfähigkeiten gleichermassen gefordert. Meistens Mixed-Gelände. Für eine halbwegs effiziente Begehung muss die Tour über weite Strecken - auch in anspruchvolleren Passagen - ohne Sicherung begangen werden können.
Monzinohütte: Hüttenwart sehr freundlich und kompetent, Hütte angenehm geräumig.
Eccles Biwak: Die beiden Biwakschachteln verfügen über über Matrazen und Wolldecken. Es hat (im unteren) Biwak einige Pfannen und etwas Besteck. Achtung: Es ist kaum möglich um die Hütte herum zu campieren. Das schneedurchsetzte steile Felsgelände hat keinerlei flache Stellen, die gross genug für einen Schlafsack wären.
Das berühmt, berüchtigte Eiscouloir in der Mitte kann unseres Erachtens relativ sicher begangen werden, indem man rechts hochsteigt und so möglichst lange im Schutz des rechten Begrenzungsfelsen bleibt und dann relativ horizontal nach links über die beiden Rippen rausquert. Wir waren um 8 Uhr im Couloir und haben Steinschlag beoabachtet. Eine frühe Traversierung ist auf jeden Fall ratsam.
2 Pickel sind auf jeden Fall empfehlenswert. Es hat auf der ganzen Tour immer wieder Eispassagen.
Wir sind um 4 Uhr losgegangen und waren bei Tagesanbruch um 6 Uhr bei der schwierigsten Felsstelle (5b Risskamin).
Bei einem nächsten Mal würden wir nicht mehr zur Goûterhütte und weiter nach Nid d'Aigle absteigen, sondern zur Aiguille du Midi bzw. Cosmiquehütte rübersteigen. Der Abstieg nach Nid'Aigle ist sehr monoton und lang (1000m auf dem langweiligen Mont Blanc Normalweg und dann nochmals 1500 durch Schuttgelände. Und zu guter letzt ist man dann nicht in Chamonix, sondern in einem mit dem Zug 40' entfernten Seitental davon.
Unterweg mit J_SP, der auch einen informativen Blogeintrag zur Tour gemacht hat: http://j-sp.blogspot.com/2011/08/innominata-integral.html
Kurzes (Helm-)Kamera-Video, das eine Eindruck von der Tour vermittelt: http://www.youtube.com/watch?v=xlAmmR2YNP0
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23.08.2011 um 00:15
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