Verhältnisse - Detail

Gipfel: Zugspitze via Stopselzieher, 2962 m.ü.M.

Route: Riffelriss via W.Neustädterhütte-Zugspitze-Knorrhüte-Partenkirchen

Déjà-vu

Verhältnisse

21.08.2011
2 Person(en)
ja
Der etwas andere Zustieg zur Zugspitze, eine Route, die vorallem im Abstieg noch durchaus ihre Zähne zeigt. Start mit Zugspitzbahn bis Riffelriss (Halt nur auf Verlangen), von da nicht markierter Abstieg über Skipisten bis man den sog. Bayerweg erreicht, ab jetzt Markierungen und zum Teil kettengesicherter Weg bis zur Wiener Neustädterhütte.Nach der Querung des Schneekars beginnt nach einem markanten Riss der sehr gut abgesicherte Klettersteig ( K2, Stopselzieher K3). Nur einige Angsthasen haben die Klettersteigausrüstung benützt, die Mutigeren konnten es sich durchaus leisten, ungesichert aufzusteigen. Der Klettersteig endet am Zugspitz-Grenzkammsattel von da noch ca 150Hm über den ebenfalls kettengesicherten Grat zum W-Gipfel, Abstieg und Wiederaufstieg zum E Gipfel.Wieder zurück zum W-Gipfel....dort erwartet den müden Wanderer ein ganz besonderes Spektakel: auf dem Drahtseil der Seilbahn turnt ungesichert und ohne Stange in schwindelerregender Höhe ein Mensch: wir können es kaum glauben, es ist ein Landsmann, HerrFreddy Nock vom Zirkus Nock. Ganze 1h40 dauert sein Seiltanz, teilweise ist die Steigung 57%....unglaublich, wir können uns kaum sattsehen und vertrödeln dabei kostbare Zeit, denn der Abstieg zur Knorrhütte ist alles andere als einfach. Markiert ist nur der Abschnitt über den Grenkamm (Abzweigung Stopselzieher), dann gibt es nur noch sporadisch, sehr verwaschene Zeichen. Das Gelände ist äusserst mühsam, rutschiges Geröll zwingt zum Schneckengang. Erschwerend kommt noch dazu, dass es wohl Ketten gibt, viele führen jedoch in Sackgassen, so verliert man immer wieder kostbare Zeit. Beim Zugspitzplatt angekommen wähnt man sich in Sicherheit, gibt es doch dort Strasssen (!) und Traktors stehen herum. Leider führen diese verlockenden Strassen ins Nirgendwo, und auf keinen Fall zur Knorrhütte. Auf der riesigen Fläche gibt es keinen einzigen Wegweiser zur Knorrhütte. Auf einer Moräne oberhalb des Zugspitzplatt entdecken wir eine einsame Stange, sie könnte ein Hinweis zur Knorrhütte sein. Auf der Moräne beginnen dann auch Wegspuren und ab und zu treffen wir wieder auf eine Stange und auch Zeichen sind zu sehen. Ziemlich spät treffen wir in der völlig überfüllten Knorrhütte ein, wo man uns trotz Hektik noch ein Abendessen serviert und ein Nachtlager im Korridor zuteilt.
Am nächsten Morgen beginnt nun der endlose und durch mühsames Gelände führende(scharfkantiges Kalkgeröll)Abstieg nach Partenkirchen.(Strecke vom Gipfel bis Partenkirchen 20km). Man sollte unbedingt davon absehen, nach der Hütte den sog "Hauptweg" zu benützen, der führt nämlich über äusserst fieses Geröll. Viel besser ist der Abstieg durch das Brunntal, natürlich auch nicht geröllos, aber doch etwas einfacher (Abzweigung ca 5min nach der Hütte).Einmal im Tal angekommen wird der Weg zwar etwas besser, dafür wird man buchstäblich von der Hitze erschlagen. Zum Glück kann man in den beiden Hütten (Reintalangerhütte und der neu erstellten Bockhütte) die leeren Tanks auffüllen. Die einzige Abkühlung war der "Spaziergang" durch die Partnachklamm, leider muss man nach dem Klamm noch einmal 3 km auf einem Asphaltsträsslein marschieren.
....eine Gewaltstour , aber nur für Geröllfreaks empfehlenswert.
Parkplatz beim Skistadion (ganzer Tag Euro 2.50) und mit dem Stadtbus für Euro 1.5o am Morgen zur Zugspitzbahn gefahren (erste Bahn um 8h15)
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23.08.2011 um 22:10
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